Schwarzholz l Zum Festempfang am Freitagabend gratulierten Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich, der Verbandsgemeindewehrleiter Michael Nix, Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau und Bürgermeister Dirk Kautz.

Marita Last hielt die Bilanz kurz. Sie erinnerte an die zwei schlimmsten Brände: 1916 stand die Mühle der Familie Alpert in Flammen. 1996 zündete ein Mann aus Trauer über den Tod seiner Mutter das eigene Haus an und verbrannte darin. In beiden Fällen sei nichts mehr zu retten gewesen. Dahingegen hätten die zwei Hochwasser der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass Kameradschaft in der Gegend großgeschrieben wird. Auch beim Brand des Rindenlagers vor 14 Tagen im Zellstoffwerk Arneburg sei die Arbeit der Brandbekämpfer Hand in Hand mit den Nachbarwehren erfolgt.

Marita Last, seit zwölf Jahren in Schwarzholz an der Spitze, nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Helfern für die Vorbereitung des immerhin 25. Dorffestes zu bedanken. Besonders hatte sich das Lob die rührige Frauengruppe verdient, die sich für den Erlös ihrer Kuchenbasare blaue T-Shirts mit pfiffigem Spruch gegönnt hatte. Neue dunkelblaue Shirts waren außerdem für die ganze Mannschaft drin. Hartmut Blume trug so eines. „Ich bin in Schwarzholz geboren und 54 Jahre in der Feuerwehr. Wir halten die Fahne hoch, sind mit dem Dorf verwachsen“, bemerkte er. Der Schwarzholzer gehört zu den 14 aktiven von insgesamt 27 Mitgliedern. Beim Wettkampf am Samstagvormittag hätte er gern mehr herausgeholt, aber der Löschangriff vom Fahrzeug aus hatte es in sich. Schließlich mussten sich die Gastgeber Giesenslage geschlagen geben. Krusemark landete auf dem dritten Platz. Die Partnerwehr aus Hasselfelde hatte die Nase noch vor Rochau und Behrendorf. Und am Ende stärkten sich alle mit Erbsensuppe und Bockwurst.

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„Dass wir hierherkommen, gehört doch zur Dorfgemeinschaft dazu“, war sich das Ehepaar Elke und Wolfgang Bode, ursprünglich aus Stendal, einig. Gern machten sie bei der Tombola mit, für die sich Carola Lina, Marita Last und Andreas Bethge ins Zeug gelegt hatten.

Während sich die ersten Gäste Kaffee und Kuchen von den Dorffrauen schmecken ließen, drehten die Jungen beim Quad­fahren ihre Runden. Und die Kleinen tobten auf der Hüpfburg.

Ordentlich Stimmung kam auf, als der Stiefelweitwurf begann. So manches Mal musste Marita Last in Deckung gehen oder wurde der Stiefel in die Bäume geschleudert. Pascal Schulz war mit 27,6 Metern der Beste. Er verwies Dario Bierbüsse und Niko Peschel auf die Plätze zwei und drei. Bei den Frauen gewann Lea Bartels mit 16,30 Metern, gefolgt von Andrea Gronert und Daniela Bartels, die sich den zweiten Platz teilten. Justin Bannier warf bei den Jüngsten mit 15,70 Metern am weitesten, gefolgt von Fynn Gramoll und Pia Scheffler.

Die Reise an die Ostsee für ein Wochenende ging bei der Tombola an Familie Gronert/Suhr.