Seehausen l Beim Neubau der Kindertagesstätte im Seehäuser Lindenpark scheint das Tempo anzuziehen. Während in der vergangenen Woche noch Eisenflechter und Einschaler das Geschehen an der verfüllten Baugrube bestimmten, reichte der Montag aus, um die Fundament-Platte für den neuen Flachbau in einem Stück zu gießen. Und nachdem am Mittwoch schon die erste Palette Leichtbausteine für den Hochbau auf dem Beton stand, hielten die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde Seehausen als Träger der Kinderbetreuung offenbar den Zeitpunkt für die Grundsteinlegung gekommen.

Der symbolische Akt fand angesichts der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen unter anderem mit Vertretern von Kommune, Bauverwaltung, Planungsbüro sowie Fachfirmen und ohne Sekt oder Häppchen statt. Dabei hätte es durchaus Grund zum Feiern gegeben. Zum Beispiel, dass das Projekt nach dem ersten Grundsatzbeschluss zum Neubau 2013 endlich Fahrt aufgenommen hat, dass seinerzeit alle fünf Mitgliedskommunen auf ihre Stark-V-Fördermittel zu Gunsten der gemeinsamen Kinderbetreuung verzichteten oder dass die Arbeiten bislang im Termin- und Kostenplan liegen. Dass es ein Fest geben wird, steht für Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth fest. Wenn noch nicht zum Richtfest, dann eben erst zur Einweihung.

Die obligatorische Bulle mit aktuellen Zeitungen, etwas Bargeld, Planungsunterlagen und vielen Wünschen der Kinder, die die Baustelle im Blick und genaue Vorstellung für die Zeit nach der Großinvestition haben, kam unter der künftigen Terrasse für die Nachwelt unter die Erde.

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Die erste Bauetappe sieht für dieses Jahr den Neubau vor, den die Gemeinde mit 1,2 Millionen Euro Fördermitteln und 400 000 Euro aus der Rücklage finanzieren will. Mit der Teilsanierung des Altbaus soll das Vorhaben zur Nutzung des gesamten Komplexes rund 2,2 Millionen Euro kosten. Am Ende ist Platz für 130 bis 140 Kinder vorgesehen, womit die Kita Klosterschulplatz geschlossen werden könnte.