Hohenberg-Krusemark l Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant einen Neubau einer Kindertagesstätte in Hohenberg-Krusemark. Und das Projekt, das bereits im Verbandsgemeinderat ob dessen geplanten Aussehens für Diskussionsstoff sorgte, nimmt langsam Fahrt auf. „Wir haben den Bauantrag gestellt“, sagte Viktor Schellert, Finanz-Controller beim DRK-Kreisverband „Östliche Altmark“ in Stendal.

Die „Villa Spatzennest“ in Hohenberg-Krusemark wird durch einen Neubau abgelöst. Die Kindertagesstätte, die in Trägerschaft des DRK ist, erhält einen neuen Standort. Die Verantwortlichen haben sich auf ein Areal in Nachbarschaft des Sportplatzes am Ortsausgang Richtung Hindenburg festgelegt. Dort sollen im kommenden Jahr die ersten Erdarbeiten für das neue Gebäude in Angriff genommen werden. Schellert hofft, dass der Bauantrag Anfang 2020 positiv beschieden wird, so dass „im März oder April“ losgelegt werden kann.

Das Deutsche Rote Kreuz hat Erfahrungen mit Neubauten für Kindertagesstätten. Der Kreisverband weihte erst im August 2018 die Kita „Sausewind“ in Tangermünde ein, die sich zwischen Wohnblöcken und einer Eigenheimsiedlung befindet. Das Kita-Haus in Hohenberg-Krusemark wird allerdings ein anderes Outfit erhalten. Die Nachhaltigkeit wird dabei die größte Rolle spielen. „In erster Linie Holz“, nannte Schellert das dieses Projekt prägende Baumaterial. Aber auch Lehm und Stroh sollen eingesetzt werden. Das DRK hat es sich zur Aufgabe gemacht, umweltfreundlich und naturnah zu bauen, was auch in der Gemeinde Hohenberg-Krusemark und beim Elternkuratorium postiv aufgenommen wurde. „Wir möchten ein naturnaher und ökologischer Kindergarten sein“, hatte sich die Elternschaft für dieses Projekt stark gemacht. Auch der Rat um Bürgermeister Dirk Kautz freut sich über das Engagement des DRK, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir unterstützen als Gemeinde das Projekt voll und ganz“, betonte er. Zumal die Wirtschaftlichkeitsanalyse der „Villa Spatzennest“ negativ ausfiel und es wenig Sinn machte, am alten Standort zu investieren. Was mit dem kommunalen Gebäude nach dem Kita-Auszug passiert, steht noch in den Sternen.

Für einige Monate ist das „Spatzennest“ noch Heimstätte der Kinder. Aktuell werden dort 37 Mädchen und Jungen im Krippen- und Kitabereich betreut. Läuft alles nach den Plänen der Verantwortlichen, könnte am 1. Mai 2021 der Einzug in das neue Heim erfolgen. „So lautet das Ziel“, sagt Schellert, wohlwissend, dass Einflüsse von außen, wie das Wetter, die Arbeiten verlängern könnten.

Der Kita-Neubau wird für 42 Plätze geplant. Aber nicht nur der Nachwuchs aus Hohenberg-Krusemark und den benachbarten Dörfern soll sich später dort gut aufgehoben fühlen, sondern auch Senioren. Denn das Haus wird auch eine Tagespflege beinhalten. Ausgelegt für 15 Plätze. „Wir wollen beide Generationen zusammenführen“, meint Schellert, der dieses Projekt speziell in der ländlichen Region für zukunftsfähig hält.

In der Verbandsgemeinde gibt es neun Kindertagesstätten. Acht davon - Arneburg, Eichstedt, Goldbeck, Hassel, Iden, Klein Schwechten, Rochau und Werben – sind in Trägerschaft der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Seit 2018 betreibt das DRK die „Villa Spatzennest“ in Hohenberg-Krusemark. Insgesamt werden in der VG 337 Mädchen und Jungen betreut.