Osterburg l Bei den Überlegungen, die Betreuungsangebote zu erweitern, setzt die Stadt primär auf eine eigene Lösung. Das machte Bürgermeister Nico Schulz deutlich. Dies sei aus heutiger Sicht klar präferiert, gänzlich außen vor sei eine Variante mit einem potenziellen freien Träger aber noch nicht. „Kommt uns ein entsprechendes Angebot auf den Tisch, würden wir uns das ganz sicher genau anschauen“, sagte Schulz.

Aktuell steht aber das eigene, kommunale Projekt im Vordergrund. Und da will die Einheitsgemeinde in diesem Jahr Nägel mit Köpfen machen. Das neue Objekt für die Kinderbetreuung, das im Umfeld der heutigen Jenny-Marx-Kita im Hain entstehen könnte, soll auf dem Reißbrett und PC-Bildschirm konkrete Formen einnehmen.

Summe für Vorplanung im Etat verankert

Für die Finanzierung dieser Vorplanung hat die Kommune 30.000 Euro im Etat 2018 eingestellt. 10.000 Euro davon sollen aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“ kommen, Osterburg bemüht sich derzeit um eine Aufnahme in dieses Programm.

Während der Planungen soll unter anderem die Frage beantwortet werden, ob ein Anbau am bestehenden Kita-Gebäude hochgezogen werden soll oder ob ein eigenständiger Neubau entsteht. Schon jetzt steht aber fest, dass die neue Einrichtung auf jeden Fall zum Betreuungsort für sämtliche Hortkinder avanciert.

Die werden in Osterburg seit diesem Monat in zwei Standorten (in der Grundschule am Hain und in der Förderschule Anne Frank an der Düsedauer Straße) betreut. Weil der Landkreis grünes Licht dafür gab, dass Hortkinder Räumlichkeiten der Förderschule nutzen können, sind die räumlichen Engpässe für den Hort Geschichte. „Und dank dieser Zwischenlösung mit der Anne-Frank-Schule haben wir genügend Zeit, unser neues Objekt sorgfältig planen und vorbereiten zu können“, sagte Schulz. In dem An- oder Neubau sollen neben dem Hort auch Kinder der Tagesstätte einziehen. Läuft alles wie geplant, könnte 2019 gebaut werden.