Krumke l Roger Tristao Adao war mit seinem Programm „Musik der Beatles für klassische Gitarre“ angereist, in dem er Kompositionen der legendären Liverpooler „Pilzköpfe“ zum Besten gab und dazu über Hintergründe der Entstehung sowie Besonderheiten der Melodien und der Harmonisierung der Musik berichtete.

Entspannt und launig

Völlig entspannt und launig verhielt sich der gestandene Musiker gegenüber seinem Publikum, plauderte über seine Musik und flocht Anekdoten aus seinem Leben und von seinen Reisen ein, die ihn durch viele Länder wie Spanien, Indien und vor allem nach Südamerika führten.

Bevor er sich dem Studium klassischer Gitarrenmusik hingab, sei er auf der wilden Rock-‘n’-Roll-Schiene gelandet, und habe in dieser Richtung alles ausprobiert, was sich ihm geboten hatte. „Mehr und mehr fühlte ich mich aber in der lauten Rockmusik nicht mehr zu Hause“, erzählte er. „Ich suchte nach anderen Klängen und wandte mich der klassischen Gitarre zu, studierte das Fach in Berlin und Düsseldorf und schlug mich danach als freiberuflicher Gitarrist durch.“

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Mit heiterem Titelraten der Beatles wie „Yellow submarine“, „She loves you“, „All you need is love“ und anderen bezog Adao in Krumke seine Zuhörer in das Konzert mit ein. Im Publikum befanden sich offenbar etliche Beatle-Fans, die selbst Adao mit ihrem Wissen beeindruckten.

Gäste fordern Zugabe

„Die Titel der Beatles entstanden oft aus der Improvisation heraus“, blätterte der Gitarrist weiter in der Geschichte der Formation. Die Band hatte zuerst auch Buddy Holly nachgespielt. Auf ihrer ersten Platte brachte sie nur einen oder zwei eigene Titel unter. Erst später begannen die Musiker verstärkt selbst zu komponieren. „Was mich in meinen jungen Jahren an der Musik der Beatles zuerst faszinierte?“ Ohne zu zögern gab er zu: „Die Mädels kreischten und fielen reihenweise in Ekstase.“

Adao jonglierte mit Akkorden und Tonarten am Beispiel „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“, bis er wieder bei den Liverpoolern angelangt war. Er gab die Beatles im spanischen Gitarrensound. „All the lonely people“ schlug die Zuhörer umgehend in Bann, und bei „Let it be“ summten sie leise mit. Klar, dass das Publikum am Schluss den Musiker nicht ohne Zugabe aus dem Kavaliershaus entlassen wollte.