Arneburg l Altmärkischen Künstlern in der Corona-Zeit eine Bühne zu geben, war und ist eine Herzensangelegenheit von Max Heckel. Der „Nobody Knows“-Frontmann konnte mit Hilfe der befreundeten Familie Wetzel an der Ellinger Chaussee 18 in Arneburg ein Grundstück organisieren. Dort sollen in den nächsten drei Monaten regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die „Corona-Bühne“ war geboren. Natürlich gelten bei der Umsetzung der Veranstaltungen die corona-bedingten Vorschriften wie das Abstandhalten und eine zulässige Personenanzahl von maximal 100 Leuten.

Am Freitagabend feierte der neue Kulturort mit einem Konzert von „Nobody Knows“ Premiere. Die gut gelaunten Musiker spielten an diesem Abend ein „Best of“ aus ihrem breit gefächertem Repertoire. „Wir haben im Vorfeld kein Programm geplant. Wir spielen das, was gerade passt. Wir sind einfach nur glücklich und froh, endlich wieder spielen zu dürfen,“ verriet Max Heckel.

Diese Euphorie von „Nobody Knows“ sprang auch während des Konzertes mühelos auf das Publikum über. „Endlich geht es so langsam wieder los“, freute sich auch Devon Koralewski aus Schorstedt. „Ich bin seit Jahren ein großer Fan der Truppe und besuche, wenn es geht, möglichst jedes Konzert.“ Mutter Heike, die sie begleitete, lobte vor allem auch das Ambiente: „Es ist wirklich gemütlich hier und lädt zum Verweilen ein.“ Snacks und kühle Getränke wurden angeboten, eine Kasse des Vertrauens eingerichtet. Die Musikfans Vanessa Halfpap und Stefanie Schumacher waren sich an diesem Abend ebenfalls einig: „Schön das ,Nobody Knows‘ endlich wieder auftreten können.“ Abgesehen vom „Kulturpicknick“ Ende Mai in Krumke sowie einem Autokino-Konzert in Stendal hatten die Musiker zwangsläufig um die vier Monate Pause. Dabei war der Terminkalender für diese Saison ursprünglich prall gefüllt. „In diesen harten Zeiten ist es schön, die Unterstützung von Familie und Freunden zu erfahren, vor allem auch finanziell. Das hat wirklich doll geholfen“, berichtete Max Heckel. „Großer Dank für die Durchführung unserer ,Corona-Bühne‘ geht nicht nur an die Familie Wetzel für die Bereitstellung des Grundstücks, sondern auch an Landrat Patrick Puhlmann für die Unterstützung, Verbandsgemeinde-Bürgermeister Schernikau für die Schirmherrschaft, sowie an Herrn Deutsch vom Ordnungsamt für die Hilfe durch den ganzen Bürokratie­dschungel.“

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In den nächsten Wochen sollen laut Max Heckel diverse Veranstaltungen an der Ellinger Chaussee 18 stattfinden. Von Theater, Schauspiel, Lesungen bis hin zu Zauberei und einem bunten Kinderprogramm soll alles möglich sein. Die unter dem Titel „Die lange Nacht der Folkmusik“ stehende Premiere verlief schon sehr erfolgreich, wenn auch corona-bedingt nur bis 22 Uhr. Die Tickets waren im Vorfeld schnell vergriffen. Am Freitag, 17 Juli, werden die Musiker von „Tick2loud“ um Frontfrau Lea Charlott Hoffmann auf der „Corona-Bühne“ stehen.