Krumke l „Jazz - eben was zum Chillen“, so beschrieb Richard Sasse die Musik des Richard-Ebert-Quartetts, das jetzt im Kavaliershaus Krumke Station machte.

Oft als sperrig, verrückt, aber auch als energiegeladen, überraschend oder verträumt empfunden, waren Freunde dieser Musikrichtung bei Gastgeberin Annegret Spillner genau an der richtigen Adresse.

Sein Album hat das Quartett nach der Göttin der Nacht „Nyx“ benannt. Saxophonist Richard Ebert mag es geheimnisvoll und mystisch und sieht den Schlaf in der Nacht als Inbegriff von Realitäts- und Kontrollverlust. Angenehme Traumbilder wechseln mit abstoßenden Wahnvorstellungen. Immer wieder rissen die Musiker die Zuhörer aus ihren Träumen, holten sie mit verspielten Melodien oder hämmernden Grooves in die Wirklichkeit zurück. Mal fühlten sich die Zuhörer wie in einem Kammermusikkonzert, mal wie bei einer Rockband zu Gast. Improvisationen folgten auf ausgefeilten Arrangements.

Jeder Musiker kam, wie bei einer Jam Session üblich, mit Solo-Einlagen zum Zug. Die einen liebten die romantischen Passagen, die anderen die Riffs. Zeit, die Phantasie fließen zu lassen. Dazu noch ein Gläschen Wein und ein Stück Flammkuchen, und der Abend ist perfekt.