Krumke l Das Magdeburger Trio interpretiert Hits von Musikstars auf der Gitarre. Dazu noch eine schmissige Percussion, und schon geht das Konzept auf.

Gastgeberin Annegret Spillner servierte zu den musikalischen Experimenten Flammkuchen. Ihre Gäste erlebten die Interpreten vom Podest aus, das Torsten Engels zur Verfügung gestellt hatte. Mal eine ganz andere Optik als gewohnt. Mit Nenas Nummer „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ verrieten die Künstler, wohin die Reise gehen sollte. „Wir wollen Sie überraschen“, kündigte der Frontmann Dietmar Hörold an. In ihre Jugend entführen. Dabei wussten sie eines ganz genau: „Wenn Sie einen Song kennen, kennen Sie ihn anders“.

Sie sollten Recht behalten. Den AC DC-Hit „Touch too much“ erkannte man nur bei genauem Zuhören. Mit Tangorhythmus hinterlegt, animierten sie das Publikum zum Mitwippen. Auch Stings „An Englishman in New York“ und Michael Jacksons „Bad“ gewannen sie eine eigene Note ab. Mal durch ein Zupfen, mal durch ein Schnipsen.

ABBA-Fans und solche, die Geschichten mögen, kommen an diesem Freitag um 20 Uhr an gleicher Stelle auf ihre Kosten. Zu ABBA-Melodien liefern die Künstler ihre eigenen deutschen Texte und weben daraus eine Geschichte, die ABBA niemals erzählt hätte. MDR-Moderatorin Ilka Hein und Pianist Andreas Reimann gestalten musikalisch sanft verjazzt und versoult den ersten Song-Comedy-Abend in Krumke, Titel: „Dancing-Queen auf Nulldiät“.