Seehausen l Vor knapp drei Wochen – also schon lange, bevor die Länder und inzwischen auch der Bund, die Mund- und Nasen-Masken-Pflicht einführte, um die Ansteckung mit dem Coronavirus auf einem möglichst niedrigem Level zu halten – hatte das Diakonie-Krankenhaus Seehausen einen Hilferuf gesandt. In dem wurde um Unterstützung beim Nähen von einfachen Stoffmasken für weniger sensible Bereiche der Klinik gebeten, um die knappen Bestände mit medizinischer Schutzausrüstung für Operationssäle, Labor, Intensivstation und dergleichen zu schonen (wir berichteten).

Die Resonanz auf die Aktion, die das Seehäuser Sanitätshaus Hübner mit eigener Leistung unterstützte und die Hilfe von Freiwilligen sowie die Stoffversorgung durch das Krankenhaus koordinierte, war groß. Rund 30 Unterstützer produzierten bislang gut 800 der Mund- und Nasen-Tücher, die von technischen Kräften, in der Küche, in der Anmeldung oder der Rezeption getragen werden sollen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Fast 300 Masken übergab gestern der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, Nico Schulz, der acht Kinderbetreuerinnen gewinnen konnte, die wegen der Notfallbetreuung derzeit nicht so gefordert sind wie in normalen Zeiten. Abgesehen davon, dass er den Solidaritätsgedanken aus dem Hilferuf aufgriff, erinnerte er daran, dass im Seehäuser Krankenhaus schließlich auch Patienten aus dem Raum Osterburg behandelt werden.