Krumke l „In meinen 25 Jahren, die ich als Stadtgärtner arbeite, habe ich so was noch nicht erlebt“. So blickte Ulf Garlipp am Montagabend im Krumker Park auf die Stürme und ihre Folgen zurück. Vor allem Xavier hatte, zwar nicht sehr lange, dafür aber umso stärker gewütet. Er schädigte viele Bäume, die zum Teil auch entwurzelt oder ganz abgebrochen wurden. Eine Zeitlang musste der Park sogar gesperrt werden.

„Den ganzen Winter über haben wir Schäden beseitigt“, berichtete Ulf Garlipp. Im Rahmen zweier größerer Einsätze an Sonnabenden habe auch der Dorfverein ordentlich mit angepackt, da seien dann bis zu 30 Helfer im Park gewesen. Jetzt wäre grob alles wieder hergerichtet. Diesen Stand zu halten, sei aber schwer, da die dem Stadtgärtner zur Verfügung stehenden Bundesfreiwilligen-Dienstler demnächst ihren Abschied nehmen und es derzeit nicht einen einzigen Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst gebe. Da fehlen dann wieder die Kräfte.

Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU) sprach anschließend von einem informativen Rundgang. Er sei gleich nach dem Sturm vor Ort gewesen „...und es sah fürchterlich aus“, erinnerte sich Gose. Der Stadtgärtner und seine Leute hätten die schwere Aufgabe, wieder Ordnung in den Park zu bringen, sehr gut gelöst. lobte der Ortsbürgermeister. Die Einheitsgemeinde habe es einst geschafft, dass der Krumker Park in das Programm „Gartenträume“ aufgenommen wurde. Da würde man umso mehr in der Pflicht stehen, das zu erhalten.

Druck auf Landesbetrieb soll steigen

Wolfgang Tramp (Die Linke) machte auf der Sitzung die Verkrautung der Biese zum Thema. Nach seiner Überzeugung müsste die Osterburger Verwaltung mehr Druck auf den Landesbetrieb für Hochwasserschutz ausüben. Mit der Krautung sei es so, dass ein Bootsverleih kaum noch möglich sei. Tretboote könnten schon gar nicht mehr fahren. Bezugnehmend auf einen Artikel in der Volksstimme sprach er auch die Verlandung im Bereich der Eisenbahnbrücke an. „Wir können da mal gewaltig auf die Nase fallen, wenn wieder einmal ein Hochwasser kommt“, warnte Tramp.

Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz (CDU) nervt dieses Thema auch, da es jedes Jahr immer wieder ansteht. „Wir reden von naturnahen Tourismus, was soll das, wenn wir die Boote nicht zu Wasser lassen können“, sagte er. Schulz gab aber auch zu bedenken, dass womöglich Vorschriften im Raum stünden, die ein früheres Mähen vielleicht nicht gestatten.

Thorsten Schulz (SPD) schlug vor, die Seehäuser mit ins Boot zu holen. Die würden die gleichen Probleme haben. Michael Handtke (CDU) wiederum regte an, nach der Sommerpause eine Sitzung des Ortschaftsrates beim Landesbetrieb für Hochwsserschutzen abzuhalten. Da könnten dann Ungereimtheiten geklärt werden, machte der Ortdpolitiker deutlich.