Hohenberg-Krusemark l Während der kalte Regen draußen vom Himmel plätscherte, strömte aus den Türen des Sportlerheims in Hohenberg-Krusemark dieser typisch lieblich-weihnachtliche Duft. In Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Stendal hat der örtliche Dorfentwicklungsverein kürzlich einen gemütlichen vorweihnachtlichen Abend organisiert, der neben einem Vortag über das „Bernsteinzimmer“ auch zu heißem Glühwein, schmackhaften Bratäpfeln mit Vanillesoße und Weihnachtsbäckereien einlud. Sehr viel Liebe steckte der Verein auch in die festliche Dekoration des Raumes.

Es wurde geschichtlich: Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. traf sich im November 1716 mit dem russischen Zaren Peter I. in Havelberg zur Unterzeichnung der Konvention von Havelberg. Dabei wurde dem Zaren unter anderem das Bernsteinzimmer als Gastgeschenk überreicht. Zum Mythos wurde selbiges erst, als es in den letzten Kriegstagen verschwand. Bis heute ziehe dieses Geheimnis Schatzjäger geradezu magisch an – Referent Harald-Uwe Bossert hatte die neuesten Erkenntnisse sowie umfassende Informationen zum „Achten Weltwunder“ in seinem Vortrag zusammengefasst.

„Ich freue mich, hier sein zu dürfen“, begrüßte der Havelberger seine Zuhörer, die er im Verlaufe des Abends so einige Male durch seine lockere und lustige Art zum Lachen bringen konnte. Die Teilnehmer kamen im Übrigen nicht nur aus Hohenberg-Krusemark. Auch aus Osterburg und Stendal lockte es einige Interessierte in das Sportlerheim des Dorfes.

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Seine sehr anschauliche Präsentation untermalte der Redner durch gezielte Effekte, durch Lieder, Filme sowie waschechten Bernstein zum Anfassen und sogar Schmecken. Denn die „teuerste Tapete der Welt“ präsentierte der Militärhistoriker nicht nur in Form von Granulat, Schmuck oder Steinen, sondern zum Beispiel auch als Salz zum Probieren. Als kleines Nikolausgeschenk gab es für die 25 Teilnehmer außerdem Bernsteinschnaps nach einem alten überlieferten kaschubischen Rezept zur Verkostung.