Osterburg l Bau- und Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) bescherte Bürgermeister Nico Schulz am Mittwoch in Magdeburg das Gefühl einer vorweihnachtlichen Bescherung. Denn Osterburg hat mit dem von Planer Henri Gnauert entworfenen Konzept zur Weiterentwicklung des Altneubaugebietes einen dritten Platz im Landeswettbewerb „Auf dem Weg zur barrierefreien Kommune“ errungen. Damit wechselte nicht nur eine Urkunde den Besitzer. Sondern ein Preisgeld in Höhe von 30 000 Euro. Und eine Zusicherung über eine bevorzugte Förderung in Höhe von 150 000 Euro, um einzelne Gedankenspiele aus dem Konzept in die Tat umzusetzen.

Das hat Nico Schulz auch definitiv vor. „Mit diesem Preis können wir im nächsten Jahr im Altneubaugebiet mit der Sanierung von Wegen, Straßen und freien Flächen beginnen“, kündigte der Bürgermeister an. Was sich da konkret abzeichnet, um die über viele Jahre hinweg eher stiefmütterlich behandelte Infrastruktur des mehr als 1000 Einwohner und fast 700 Wohnungen zählenden Quartiers auf Vordermann zu bringen, hatte Stadtplaner Henri Gnauert während einer Versammlung imNovember ausführlich beschrieben. Dabei geht es unter anderem um die Einrichtung einer „grünen Mitte“ für Aufenthalt, Sport und Spiel am Otto-Nuschke-Weg, um barrierefreie Wege, altergerechte Sitzmöglichkeiten oder die sinnvolle Anordnung von Pkw-Stellflächen. Weitere Überlegungen zielen auf eine Entschleunigung des Verkehrs durch eine Tempo 30-Zone, eine reduzierte Fahrbahnbreite sowie eine mit neuerster LED-Technik ausgestattete Straßenbeleuchtung. Geschätzt könnte das komplette Vorhaben-Paket etwa drei Millionen Euro kosten und in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren verwirklicht werden.