Arneburg-Goldbeck l Arneburg-Goldbeck kann sich dieser Tage mindestens zwei Mal freuen. Die Lokale Aktionsgruppe  (LAG) Mittlere Altmark hat im Rahmen der Prioritätenliste 2019 zum einen die Verbandsgemeinde selbst bedacht: Mit ihrem Antrag auf Förderung einer knotenpunktbezogenen Wegweisung landete sie auf der ELER-Liste auf Rang 10, gefördert wird bis 15. Die Kommune erhält einen Zuschuss in Höhe von knapp 16.100 Euro für eine ausgeklügelte Beschilderung, die insgesamt gut 20.100 Euro kostet, bleiben also rund 4000 Euro Eigenanteil.

Freude kommt ferner in der Gemeinde Hassel auf. Dort hat sich der Gemeinderat, bis zuletzt noch unter Bürgermeister Uwe Rihsmann, jahrelang um Fördergelder für die Sanierung des Sanitärtraktes auf dem Campingplatz des Waldbads Wischer bemüht. Jetzt kommt die Förderung: Der Gemeinde sind nun rund 240.000 Euro dafür in Aussicht gestellt, blieben rund 100.000 Euro Eigenanteil für die Kommune – die Sanierung kostet laut Plan 340.000 Euro. Die Maßnahme umfasst die Sanierung der Toi­letten- und Duschräume im Sozial- und Sanitärgebäude des Campingplatzes, einschließlich behindertengerechter Einrichtung. Außerdem sollen das Dach, die Türen, Fenster und die Fassade saniert werden – das Komplettprogramm also. Alf Diedrich, der derzeit als Vize-Bürgermeister die Geschicke lenkt, ist erfreut über die Nachricht. „Wenn wir diese Chance haben, werden wir das sicher auch machen.“ Der Haushalt sei noch in der Erstellungsphase. Grundsätzlich glaube er die Dinge aber immer erst, wenn er sie sieht. Die ersten Worte des neuen Waldbadpächters Tino Braune auf die Nachricht: „Das ist ja ein Traum.“

Natürlich, es gibt noch etwas zu tun auf dem Weg zum Geld. So müssen bis zum 31. Januar die Antragsunterlagen beim Leader-Management und bis 1. März die vollständigen Antragsunterlagen beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) vorliegen.

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Für die Gemeinde Rochau spielen diese Termine leider keine Rolle. Die Sanierung ihrer Mehrzweckhalle landete auf Rang 18 der ELER-Liste und hätte nur als Nachrücker eine Chance, wenn andere Projektträger ihre Unterlagen nicht einreichen oder dergleichen. Aber vor Nummer 18 liegen noch die 17 und die 16. „Zum Glück besteht bei uns keine Gefahr in Verzug, außerdem wird die Halle gut genutzt, sagte Bürgermeister Dirk Zeidler am Mittwoch. Die Sanierung müsse aber kommen, daran führe nichts vorbei. „Wir sehen weiter.“