Osterburg l Im Büro der Geschäftsführung, bislang das alleinige Reich von Regina Bahlke, ist seit Anfang dieser Woche ein zweiter Arbeitsplatz eingerichtet. Der steht Sarah Maaß (39) zur Verfügung. Die Gardelegenerin hat am Dienstag ihre Arbeit als Mit-Geschäftsführerin aufgenommen. Die Doppelspitze ist eine Lösung auf Zeit, zum Jahresende wechselt Regina Bahlke in den Ruhestand. Bis dahin will Bahlke ihre Büro-Nachbarin begleiten und in die Führungsfunktion einarbeiten. Abseits des Tagesgeschäfts, in das Sarah Maaß von Anfang an voll eingebunden ist (schon am ersten Tag stand eine gemeinsame Dienstfahrt mit Regina Bahlke zum Paritätischen Wohlfahrtsverband nach Magdeburg an), rücken zuerst und Schritt für Schritt verschiedene Einrichtungen in den Fokus. Wie die Frühförderung, die in Flessau beheimatete Tagesstätte, die Gaststätte „Alanda“ in Seehausen, die diversen Wohnheime- oder gruppen sowie die Tageseinrichtung für Senioren, in denen die neue Geschäftsführerin die jeweiligen Leitungen, Mitarbeiter sowie Betreuten und Bewohner kennenlernen möchte. Gleiches gilt für den allein schon mit rund 270 Betreuten und 130 Mitarbeitern sehr breit aufgestellten Werkstatt- und Dienstleistungsbereich, letzterer unterteilt sich unter anderem in eine Wäscherei, eine Autowäsche sowie die Garten- und Landschaftspflege.

Dass sich unter dem Dach einer Lebenshilfe ein vielseitiges und komplexes Betätigungsfeld sammelt, ist für Sarah Maaß alles andere als eine Überraschung. Die Gardelegenerin verfügt über reichlich „Lebenshilfe“-Erfahrung. Rund 20 Jahre war sie bei der Lebenshilfe Gardelegen tätig.Dort arbeitete sie erst in einem Wohnheim und später in einer Werkstatt für seelisch Behinderte, bevor die Suche der Osterburger nach einer Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Regina Bahlke ihr Interesse weckte. Das wurde von den Ost-Altmärkern zügig erwidert. Ende 2017 sei man übereingekommen, dass Sarah Maaß zur neuen Geschäftsführerin der Osterburger Lebenshilfe avancieren soll, berichtete Doraliese Möhlmann, Vorsitzende des Osterburger Lebenshilfe-Vereins. Die Stadt ihres neuen Arbeitgebers kannte Sarah Maaß übrigens bislang nur vom Namen. Das dürfte sich sehr schnell ändern, „angesichts unserer vielen Einrichtungen, die über das gesamte Osterburger Stadtgebiet verstreut sind“, merkte Doraliese Möhlmann schmunzelnd an.