Osterburg l Weil die 2018 verwirklichte LED-Umrüstung der Beleuchtung in den Dörfern der Einheitsgemeinde deutlich günstiger ausfiel als erwartet, konnte die Kommune die frei werdenden 280 000 Euro aus dem Stark-V-Fördertopf in die Lampen der Kernstadt investieren. Im September begann die Maßnahme, seitdem arbeite sich das nach erfolgter Ausschreibung beauftragte Osterburger Unternehmen schrittweise in den Süden der Biesestadt vor, informierte Matthias Köberle. „Das geht zügig vonstatten“, schätzte der städtische Bauamtsleiter zufrieden ein. In der einen oder anderen bereits auf LED umgestellten Straße sei es anschließend noch zu Schwierigkeiten mit der Lichtdauer gekommen, „weil Lampen zu früh abgestellt wurden. Aber Probleme wie diese werden noch während der Probephase beseitigt“, machte Köberle deutlich.

Ist die Umstellung in die Tat umgesetzt, dürfte die Kommune ordentlich Geld sparen. Und das, obgleich die Zeiten von nachts ausgestellten Lampen vorbei sind. Wie hoch die Einsparung tatsächlich ausfällt, hat man im Osterburger Rathaus erst Anfang 2020 auf dem Tisch. Dann liegen die ganzjährigen Abrechnungen für die LED-Lampen im bereits 2018 umgestellten ländlichen Raum der Einheitsgemeinde vor, erklärte der Bauamsleiter.

Auf einige „Stromfresser“ im Osterburger Stadtgebiet bleibt die Kommune aber vorläufig noch sitzen. Dabei hat Matthias Köberle vor allem das Altneubaugebiet, die Krumker Straße oder den zweiten, noch nicht erneuerten Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße im Blick.

Dort will die Kommune in der näheren Zukunft die Straßen auf Vordermann bringen, neue Lampen inklusive. Letzteres aber wäre nicht möglich, sollte die Einheitsgemeinde schon jetzt einen Austausch der Leuchtköpfe vornehmen. Denn diese müssten anschließend über einen Zeitraum von 15 Jahren unangetastet bleiben, das schreibe die Zweckbindungsfrist aus dem Stark V-Programm vor, begründete Matthias Köberle. Immerhin sei es aber denkbar, an der einen oder anderen Lampe das Leuchtmittel auszutauschen. „Doch die Leuchtköpfe müssen erhalten bleiben.“