Osterburg l  Wie Bibliothekschefin Anette Bütow und ihre Mitarbeiterin Danuta Ahrends am Dienstag während einer Auswertung des Lesefestes resümierten, stellen die Zahlen für das Lesefest 2018 abseits der beiden Jahre, in denen Osterburg als Gastgeberstadt der Landesliteraturtage fungierte (1998: 75 Veranstaltungen, 3000 Besucher; 2016: 134 Veranstaltungen, 5464 Besucher) sogar Rekorde dar.

Dass das Interesse an den Angeboten der Olita ungebrochen ist, registrierten die Organisatorinnen schon vor ihrem Auftakt. So gingen Anfang März nach Ankündigung des Gastspiels von Schauspielerin Katrin Sass sämtliche 299 Tickets für den „Promi-Akt“ der 19. Literaturtage in nur vier Stunden und 25 Minuten über den Tresen der Medienstätte. Auch andere Veranstaltungen waren nach ihrer Vorstellung Ende August sehr schnell ausverkauft. Weil dies unter Einwohnern, die nicht wie gewünscht zum Zuge kamen, auch für Kritik sorgte, kündigten Bütow und Ahrends für 2019 eine Veränderung beim Verkauf der Tickets an. „Zukünftig werden wir limitieren, wie viele Eintrittskarten pro Person erworben werden können“, machten sie deutlich. Mit Blick auf das Jubiläum – 2019 erleben die Literaturtage ihre 20. Auflage – wollen die Organisatorinnen wieder einen Mix aus Lesungen, Musikprogrammen, Theateraufführungen, Schreibwerkstätten und Co auf die Beine stellen, der für alle Generationen interessante Angebote enthält. Dazu aber gelte es, „den steigenden Bedarf an Lesungen und Veranstaltungen in den Schulen und Kitas zu berücksichtigen. Wünschenswert wäre es, dass jede Schulklasse im Rahmen der Literaturtage an einer Veranstaltung teilnimmt“, so Anette Bütow. Nach ihren Angaben wollen die Organisatorinnen auch für 2019 den einen oder anderen eher ungewöhnlichen Veranstaltungsort finden, so wie es in diesem Jahr mit dem Speichergebäude der einstigen Wassermühle gelungen war. Über entsprechende Tipps oder auch Angebote würden sich die Bibliotheksmitarbeiterinnen freuen.

Abschließend nutzten Anette Bütow und Danuta Ahrends die Gelegenheit, sich bei allen Akteuren und Sponsoren der 19. Olita zu bedanken. Letztere stellen im Zusammenspiel mit Förderpartnern und den Erlösen der Eintrittskarten die Finanzierung des rund 18.000 Euro teuren Lesefestes sicher. Der Veranstaltungsreigen kam somit erneut ohne Zuschuss aus der Stadtkasse aus.