Seehausen/Hohenberg-Krusemark/Klötze/Engersen (dt) l Gleich mehrfach haben Telefon-Betrüger vor kurzem versucht, mit skurilen Geschichten an Geld zu kommen - teilweise mit Erfolg. Wie eine Polizeisprecherin am Freitag in Stendal mitteilt, wurde am Donnerstag, 1. Oktober, eine 82-jährige Seniorin Opfer einer Betrugsmasche. Man sprach ihr gegenüber am Telefon von einem vermeintlichen Gewinn in Form eines fünfstelligen Betrages.

Die Seniorin sollte "lediglich" Google-Play- und Amazon-Gutscheinkarten kaufen und die Codes am Telefon durchgeben. Leider kam die Frau den Forderungen nach, noch bevor die Verwandschaft sie davon abhalten konnte. Statt Geld zu gewinnen, verlor sie eine Summe im vierstelligen Bereich.

Bereits einige Tage zuvor, am 23. September, wurde eine 79-jährige Frau aus dem Bereich Hohenberg-Krusemark Opfer von Telefonbetrügern. Wie die Polizei mitteilt, gab sich die Frau am Telefon als Polizeibeamtin aus und wollte von ihr Angaben zu ihrem Vermögen. Der Grund: die Polizei habe Einbrecher dingfest gemacht und bei den Dieben einen Zettel mit den Personalien der älteren Dame gefunden. Laut Polizei gab es noch weitere Anrufe, bis die Seniorin letztendlich eine größe Menge Bargeld am Haus deponierte, das auch durch die vermeintliche Polizei abgeholt wurde.

Im Altmarkkreis Salzwedel gab es jüngst ebenfalls Anrufe durch Telefonbetrüger - allerdings mit weit weniger Erfolg. Wie ein Sprecher des Polizeireviers in Salzwedel mitteilt, erhielt eine Frau aus Engersen am Donnerstag, 1. Oktober, einen Telefonanruf, bei dem sie von einem Mann im Namen einer Firma aufgefordert wurde, wegen eines angeblichen Lotto-Vertrages 3700 Euro auf ein polnisches Konto zu überweisen. Der Anrufer drohte ihr sogar mit einem Pfänder, der andernfalls nochmal 9000 Euro extra kosten würde. Doch die Frau blieb skeptisch: da sie an einem solchen Lotto-Spiel nie teilgenommen habe, überwies sie auch kein Geld.

Auch in Klötze wurde der Telefonanruf von Betrügern nicht mit Erfolg gekrönt. Dort melde sich den Polizeiangaben nach eine weibliche Stimme bei einer 89-Jährigen und gab sich sich als ihre Enekltochter aus. Angeblich lag das vermeintliche Familienmitglied nach einem Unfall im Krankenhaus und benötigte dringend 10.000 Euro Bargeld, um einen zweiten, verletzten Unfallbeteiligten auszuzahlen. Das Geld sollte an der Adresse der Frau abgeholt werden. Die Seniorin tat genau das richtige und legte auf.