Wasmerslage l Die am Jahresanfang aus der Taufe gehobene Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Schweinemast in Wasmerslage hofft auf eine noch größere Beteiligung der Bürger an dem sichtbaren Protest: Bisher sind rund 30 rosa Kreuze in mehreren Orten aufgestellt worden. Die Verantwortlichen der BI würden bei entsprechender Resonanz auch eine zweite Aktion mit der Fertigung von Kreuzen initiieren.

BI-Sprecher Kerstin und Helmut Sasse aus Rohrbeck und andere Akteure wollen sich keineswegs auf den bisherigen Widerstand beschränken. Sie setzten sich mit anderen Bürgerinitiativen in Verbindung, um größtmögliche Unterstützung zu erfahren. „Schließlich ist es ganz wichtig, den Protest zu zeigen“, betont Kerstin Sasse. Denn die Entscheidung des Landesverwaltungsamtes naht. Die Behörde wird über die Pläne der Mesa Agrar GmbH, die ihre Anlage in Wasmerslage von derzeit 10941 Schweinen auf 46260 Plätze für Absatzferkel ausbauen will, entscheiden. Die BI rechnet mit enormen Auswirkungen, falls sich der Ort zu einer „Tier-Stadt“ wandelt. Neben den Geruchsbelästigungen werden die Transporte durch die Dörfer nach und von Wasmerslage stark zunehmen. Einige Folgen seien noch gar nicht so abzusehen, so Helmut Sasse. „Selbst Steuer­gelder werden nicht in der Region bleiben“, mutmaßt der Rohrbecker.

„Wir wollen es nicht zur Genehmigung kommen lassen.“ Dafür setzt die BI alle Hebel in Bewegung. Auch mit rechtlichem Beistand. Helmut Sasse nahm Kontakt mit einem Rechtsanwalt auf, der in diesem Metier sozusagen beheimatet ist und schon eine andere BI aus der Altmark vertritt.

Ein weiterer Termin ist bereits unter Dach und Fach: Das nächste Treffen für BI-Akteure und möglichst vielen Unterstützern findet am Dienstag, 25. April, ab 19 Uhr im Saal des Meseberger Kruges statt. Neben Mitgliedern anderer Bürger­initiativen luden die Organisatoren auch die LVA-Mitarbeiterin ein, die das Genehmigungsverfahren bearbeitet. Die BI gegen die Erweiterung der Schweinemast rechnet mit einem vollen Haus – um erneut ein Signal zu senden. Das wollen die Gegner der geplanten Industrie-Anlage auch im kommenden Monat. „Dann wollen wir ein Grillfest an der Straße gegenüber dem Standort in Wasmerslage veranstalten. Den genauen Termin teilen wir noch mit“, sagt Helmut Sasse, der auch bei dieser Straßenparty, die keine Demo darstellen soll, auf viele Mitwirkende setzt, „um die Leute zu verbinden“. Kerstin und Helmut Sasse sind optimistisch, die Pläne der Mesa Agrar GmbH zu stoppen. Eine bedeutende Rolle nehme der breite Bürgerprotest ein. Deshalb hoffen nicht nur sie, dass nicht nur viele rosa Kreuze als Symbol gegen die Erweiterung der Schweinemast zu sehen sind, sondern sich auch möglichst viele Anwohner in die Unterschriftenlisten eintragen. Diese sollen Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Die Grünen) übergeben werden.

Helmut und Kerstin Sasse sind für Fragen unter Tel. 039390/8 21 42 oder per e-Mail unter helmut.sasse@alles-in-gaerung.de erreichbar.