Corona-Pandemie

Mehr als 700 Senioren melden sich für Corona-Impfung in Seehausen an

Große Resonanz auf Corona-Impftag in Seehausen / Nur wenige setzen lieber auf ihre Hausärzte

Von Ralf Franke

Seehausen

Die Vorbereitungen auf den zentralen Corona-Impftag am kommenden Mittwoch, 14. April, in der Seehäuser Wischelandhalle gehen in die heiße Phase. Nachdem die Zielgruppe von den über 80-Jährigen bis zu den 76-Jährigen erweitert wurde und alle Betroffenen inzwischen über das Prozedere schriftlich informiert sein müssten, sind bei der Verbandsgemeinde Seehausen bis Donnerstag gut 700 Anmeldungen eingegangen.

800 Immunisierungen wären an einem Tag gut möglich

Wenn man den Anteil derer abzieht, die sich ihren Termin beziehungsweise eine Impfung in den zurückliegenden Wochen schon über andere Wege besorgt haben oder sich nicht immunisieren lassen wollen, könnten es nach Schätzungen von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) am Ende 800 werden. Eine Zahl, die für die sechs Impfteams des Landkreises Stendal und deren Helfer aus den Seehäuser Kommunen auch zu stemmen wäre. Einen Schreckmoment gab es für die Organisatoren im Seehäuser Rathaus offenbar am Dienstag, als kurz hintereinander rund 20 Terminabsagen eintrudelten. Nicht, weil die Berechtigten auf ihre Immunisierung verzichten wollten, sondern weil über Ostern bekannt geworden war, dass die Hausärzte inzwischen auch impfen dürfen. Mehr Absagen in der heißen Phase der Vorbereitung wären dann allerdings kontraproduktiv gewesen, weil es den Terminkalender durcheinandergebracht hätte und damit für Überhang beim Personal, für ungewollte Kunstpausen beim Spritzen und im schlimmsten Fall sogar für verfallenden Impfstoff stehen könnte.

Dass einige Bürger zum Schutz vor Covid 19 auf ihren vertrauten Hausarzt setzen, dafür hat Rüdiger Kloth durchaus Verständnis, aber er bittet im Fall der Fälle darum, dann die Absage für den Großimpftag nicht zu vergessen.

Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass den niedergelassenen Medizinern angesichts des momentan nur begrenzt verfügbaren Impfstoffes die besonders priorisierten Zielgruppen so schnell nicht ausgingen. Außerdem argumentiert er, dass es nach der langen Wartezeit auf die verbleibenden fünf Tage nun nicht mehr ankomme. Und er verweist darauf, dass am 14. April ausschließlich BioNTech, Pfizer verabreicht werde.

Abmeldung in der Verwaltung bei Rückzug nicht vergessen

Am Großimpftag, für den übrigens Terminvergaben im Rathaus unter der Rufnummer 039386/9820 noch bis zum Vortag möglich sind, bitten die Organisatoren die Angemeldeten darum, nicht viel zu früh zu erscheinen, was nur zu Staus im Außenbereich und auf den Parkplätzen führen würde. Das Prozedere vor Ort würde außerdem erheblich erleichtert, wenn die Impfwilligen die zugesandten Anamnesebögen und Einverständiserklärungen schon ausgefüllt mitbringen, damit es einen entspannten Durchlauf beim Immunisieren gibt. Tangermünde habe zum Auftakt vorgemacht, dass es nach einer kurzen Warmlaufphase von etwa einer halben Stunde sehr gut funktionieren könne, so der Verbandsgemeindebürgermeister.