Ballerstedt l Wann passiert etwas mit dem Spielplatz? Diese Frage stand schnell im Raum am Montag in der Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Ballerstedt. Drei Geräte stehen noch am Ortsausgang gen Klein Ballerstedt, eine Wippe, eine Rutsche, ein Karussell, „aber das ist eigentlich alles hin“, so Ortsbürgermeister Bernd Pudell.

Die neben Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) und dem Regionalbereichsbeamten Mario Grünwald anwesende Vize-Kämmereichefin Stefanie Malzahn kam in dieser Sache gleich mit einer guten Nachricht um die Ecke. „Der Spielplatz Ballerstedt steht laut Plan im Ansatz für das Haushaltsjahr 2021.“ Dann will die Kommune 80.000 Euro in mehrere kommunale Spielplätze stecken, wobei auf 60.000 Euro Fördergelder aus dem Programm für Dorfentwicklung (GAK) gehofft wird. Das klang doch gar nicht schlecht und die Ballerstedter – 13 waren da  – fragten, ob nicht in diesem Zusammenhang der Spielplatz gleich ans Dorfgemeinschaftshaus verlegt werden könnte. „Das ist auch für Feiern attraktiv. Hier wäre es schön geschützt“, sagte Ines Pudell.

Kopfnicken reihum. Man müsse ja auch Geld verdienen mit dem Dorfgemeinschaftshaus, was gleich ein gutes Stichwort lieferte. Denn im aktuellen, noch nicht beschlossenen Haushalt sind 3000 Euro für die Sanierung der Schmutzwasserleitung und Malerarbeiten in Küche und Flur des Dorfgemeinschsftshauses vorgesehen, wobei die Ballerstedter anboten, selbst zu malern. Dass die mit der Außenanlage des Gebäudes betraute „Bufdi-Stelle ausläuft“, bereitet den Ballerstedter noch Sorgen. Bürgermeister Schulz, der zuvor über laufende Vorhaben der Stadt berichtet hatte, ermunterte die Ballerstedter dazu, bei der Stadt anzufragen, ob sich gleich eine Maßnahme anschließen kann. Eine Einwohnerin aus der Runde hatte sich adhoc dafür bereit erklärt, nun müsste „nur noch“ alles zusammenpassen. „Dann wären wir glücklich“, so Bernd Pudell.

Wenn sich auch alle wünschten, dass mehr personelle Kontinuität hereinkommt, man sich nicht von Maßnahme zu Maßnahme hangeln müsse. „Denn wenn wir das Dorfgemeinschaftshaus nicht mehr haben sollten, bricht uns hier alles zusammen“, äußerte Brunhild Müller grundsätzlich.

Fast nicht auszuhalten überdies, wenn das einst für 60 Personen eingekaufte Geschirr endlich wieder komplettiert würde. „Es reicht vielleicht noch für 40  Personen.“ Die Inventurliste sei schon erstellt, „wir holen uns einen Kostenvoranschlag. Und werden künftig genau Buch führen“, so Pudell.