Gladigau l Die Vodafone-Fachkräfte sind weitergezogen, hinter der Anzeigetafel des Gladigauer Sportplatzes herrscht aber noch Funkstille. Bislang hat der 40 Meter hohe Riese, der das W-Lan- und Mobilfunknetz in Gladigau und Umgebung deutlich verbessern soll, seinen Dienst nicht aufgenommen. „In der 47. Kalenderwoche ist es aber soweit“, blickte Matthias Müller nach vorn. Der Ortsbürgermeister freut sich darauf, endlich den Schlusspunkt hinter das Projekt setzen zu können. Seit 2012 bemühten sich die Gladigauer um diese Investition, der „lange Atem“ dürfte sich aber auch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Höhe-Dorfes bezahlt machen, ist Müller überzeugt. Wenn „Menschen, die in unsere Region ziehen, ihren Wohnort wählen“, gehöre ein leistungsfähiges Funknetz schon heute zu den Faktoren, die den Ausschlag geben, begründete der Bürgermeister.

Der Funkmast, der die Lücke zwischen schon bestehenden Anlagen in Kossebau/Lückstedt auf der einen sowie Meßdorf auf der anderen Seite schließt, ist mit sechs Mobilfunk- sowie drei optionalen Richtfunkantennen ausgestattet und hält mit einem Leerrohr die Möglichkeit vor, dass sich andere Anbieter einmieten. Seinen Standort fand der Riese dicht am Wald hinter dem Gladigauer Sportplatz. Weil deshalb beim Aufbau einige Bäume weichen mussten, wurden in Absprache mit dem Umweltamt des Landkreises Stendal Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Danach sollen am ländlichen Weg zwischen Gladigau und Einwinkel 50 Obstbäume gepflanzt werden. Und für einen rund 300 Meter langen Abschnitt des einstigen Bahndamms, der in Richtung Schmersau verläuft, ist eine Hecke geplant. Obstbäume und Hecke sollen noch in diesem Herbst gepflanzt werden, kündigte Matthias Müller ab­schließend an.