Rochau l Selbst ohne Erweiterung hätte die Abwärme der Biogasanlage von der Deutsch-Kersten GbR laut Bürgermeister Dirk Zeidler für die Versorgung von ganz Rochau gereicht. Nun, da die Anlage erweitert wird, erst recht. Da in zurückliegender Zeit gegenüber Arneburgs Eigenbetrieb und auch gegenüber Zeidler immer wieder Interesse von Bürgern an einem Anschluss bekundet wurde, läuft derzeit eine Erhebung des tatsächlichen Bedarfs.

Wie Kay Lindemann als Leiter des Eigenbetriebs am Donnerstag mitteilte, sind allerdings erst zwei Rückmeldungen eingetroffen – die Bürger waren aufgefordert, sich bis heute zu melden. „Das ist natürlich auch erstmal enttäuschend.“ Aber sicher auch nicht aller Tage Abend. Vielleicht lag es auch an der Ferien­zeit, denn die Argumente für einen Anschluss lägen auf der Hand: „Die Nahwärme ist einfach sehr lukrativ, vergleichsweise günstig.“ In der ersten Ausbauphase 2013 wurden Leitungen in der Breiten Straße bis zur Bushaltestelle am Konsum, in der Straße des Friedens bis zur Gabelung und in der Mühlenstraße verlegt. An kommunalen Gebäuden sind bis dato die Neubauten, das sind 24 Wohneinheiten, sowie der Konsum und der Bankautomat angeschlossen. Wunsch der Kommune sei, perspektivisch auch die Mehrzweckhalle und den Kindergarten an das Netz anzudocken.

Die Kosten würde nach einem Okay vom Stadtrat Arneburg der Eigenbetrieb übernehmen. In der Hoffnung, dabei wie in der ersten Ausbauphase wiederum auf Fördermittel zurückgreifen zu können. „Das Programm von damals gibt es nicht mehr, da müsste man erstmal gucken“, so Lindemann.

Liegen die definitiven Interessenbekundungen vor, würde im nächsten Schritt ein Planer eingeschaltet, der die Kosten hochrechnet. Bleibt es bei zwei Abnehmern, ist das Projekt sicherlich erstmal gestorben.