Osterburg l Die grobe Organisationsarbeit haben Museums­chef Frank Hoche und sein Team schon hinter sich gebracht, jetzt geht es um Details. 20 Kunsthandwerker und Händler sind mit ihren Sortimenten in den zur Verfügung stehenden Platz einzuordnen, dazu kommen dann noch Anbieter für Deftiges, Kaffee und Kuchen. Nicht zu vergessen die Unterhalter wie beispielsweise der Jahrmarkt „Curiosa“ des Polkauer Vereins „Die Schmiede“, der mit Spiel- und Spaßstationen vor Ort sein möchte.

All dies unter einen Hut zu bringen, im Haus, den Museumshof sowie am Eingang an der Breiten Straße zu verteilen, ist Hoche längst in Fleisch und Blut übergegangen. Schließlich steht mittlerweile bereits die 27. Auflage des Ostermarktes vor der Tür. Der Mix zum Stöbern, Zuschauen, Schmecken oder Mitmachen hat sich dabei zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, die zuletzt immer neue Besucherrekorde schrieb. 2017 waren 1870 Kinder sowie Erwachsene und damit so viele wie nie zuvor beim Ostermarkt vor Ort.

Ob die Neuauflage in knapp drei Wochen eine ähnliche Gästekulisse erlebt und womöglich sogar den Besucherrekord ihres Vorgängers purzeln lässt, darüber will der Museumschef nicht spekulieren. Die Voraussetzung dafür scheint aber gegeben: So trugen die Organisatoren dafür Sorge, dass neben einem Stamm vertrauter Markthändler auch neue Anbieter ihre Stände aufbauen. Dazu zählt zum Beispiel Silvia Reinecke, die Schönbergerin wird mit Papierarbeiten vor Ort sein. Und ein Wittenberger kommt mit Holzarbeiten nach Osterburg. Angebote wie diese ergänzen das traditionell breit gefächerte Sortiment des Marktes. Das reicht von Glasschmuck, künstlerisch gestalteten Ostereiern, Holzspielzeug und -arbeiten über Leinenartikel bis hin zu polnischen Süßigkeiten, Honig, Weine, Liköre und Marmeladen. „Die flinken Nadeln“ aus Berge werden alte Handarbeitstechniken präsentieren, Hans Brehmer aus Osterburg das Stuhlflechten. Im Obergeschoss des Museums richtet Katrin Bunzenthal eine Kinder-Bastelstraße ein, nicht zuletzt baut Museumsmitarbeiter Detlef Preetz wieder die Seildrehmaschine auf.

Während des Marktes ist auch für ein Unterhaltungsprogramm gesorgt. So treten von 11 bis 12 Uhr die Osterburger Blasmusikanten auf, ab 14 Uhr bringen die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores Osterburg in der benachbarten Nicolaikirche einige Kostproben ihres Liedgutes zu Gehör. Außerdem mischt sich wie im Vorjahr der Gaukler Fabulan Lütti unter die Besucher, um sie mit seinen Einlagen und Späßen zu unterhalten.

Abgerundet wird die Ostermarkt-Palette mit Imbiss- und Getränkeangeboten. Deftiges tischt die Fleischerei Kiebach auf. Süßeres findet sich an den Kuchenständen der Calberwischer Feuerwehrförderer sowie der Klassenstufe 12 aus dem Markgraf-Albrecht-Gymnasium. Und mit dem Osterwasser wartet am 31. März natürlich auch ein museumseigener Dauerbrenner auf möglichst viele Abnehmer, kündigte Hoche schmunzelnd an.