Seehausen l Mit dem Erweiterungsneubau der Kindertagesstätte im Seehäuser Lindenpark büßt die Hansestadt jetzt ihren Spielplatz an der Bialystoker Straße ein, weil das Areal für die Neugestaltung des Grundstückes gebraucht wird. Das Bekenntnis des Stadtrates, für Ersatz zu sorgen, ist so alt wie der Grundsatzbeschluss, der Verbandsgemeinde als Träger der Kinderbetreuung das Areal als Bauland zu überlassen.

Währen der Neubau der Betreuungseinrichtung Gestalt annimmt, forciert die Stadt ihre Bemühungen für einen neuen Spielplatz. Mit der Freifläche vor den Eingängen des Wohnblockes Lindenstraße 25-33 ist praktisch nur einen Steinwurf weit entfernt schon länger eine reichlich 2000 Quadratmeter große Freifläche gefunden, die sich für das Vorhaben anbietet und den alten Spielplatz nicht nur bei der Größe, sondern auch beim Konzept toppen soll. Darüber herrscht in einer Arbeitsgruppe aus Bürgermeister sowie Mitgliedern des Kultur- und Sozial- sowie des Bau- und Ordnungsausschusses Einigkeit. Der zuständige Planer hat schon einen ersten Entwurf zu Papier gebracht.

Demnach ist inzwischen von einem Natur-Erlebnis-Spielplatz die Rede, auf dem sich sowohl klassische Spielgeräte als auch Baumstämme und Findlinge als Spiel- und Klettermöglichkeiten befinden sollen. „Die Kinder können so die Natur für sich entdecken und eigene Spielideen entwickeln. Gleichzeitig wird das Grundstück ähnlich einer kleinen Parkanlage mit Hecken und Bäumen gestaltet, so dass auch für andere Generationen ein grüner Aufenthaltsort geschaffen wird“, heißt es in der Beschlussvorlage. In dem Papier, das dem Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung vorlag, wurde indes noch kein Projekt abgesegnet. Es ging erst einmal darum, einen fundierten Antrag auf Fördermittel auf den Weg zu bringen.

Angestrebt werden Zuschüsse unter anderem aus dem Programm Dorferneuerung. Im Idealfall könnte das Vorhaben mit 75 Prozent der Kosten unterstützt werden. Alleine würde es für die Stadt schwer, die knapp 100 000 Euro Kosten aufzubringen, die derzeit für das Projekt anvisiert werden.

Für die Inanspruchnahme von öffentlichen Geldern ist aber noch eine Hürde zu nehmen. Die Stadt muss Eigentümer oder zumindest langfristiger Mieter der betreffenden Fläche sein, die zum Vermögen der Gesellschaft Bauen und Wohnen gehört. Wie das Prozedere im Einzelnen sauber abläuft, steht noch nicht endgültig fest. Aber da die Stadt 100-prozentiger Gesellschafter ist und der Spielplatz auch als Aufwertung des Alt-Neubaugebietes gilt, sollte sich da ein Weg finden lassen.