Osterburg l Die Polkauer Wehr kann ihre bisher genutzte Technik, Baujahr 1982, in Rente schicken. Der Nachfolger steht schon seit Ende September in ihrem Gerätehaus. Dabei handelt es sich um ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), dass die Einheitsgemeinde über ein zentrales Beschaffungsprogramm des Landes und nicht zuletzt dank einer 100.000-Euro-Förderung erwerben konnte, berichtet Stadtwehrleiter Sven Engel. Nach seinen Angaben stehen noch Handgriffe „wie die nicht ganz so einfache Aktivierung der Funktechnik aus“, für den Dezember aber sei die offizielle Indienststellung des Fahrzeuges anvisiert. Dann stehe es faktisch umgehend für Einsätze zu Verfügung, weil sich die Polkauer Brandbekämpfer bereits seit Ankunft des MLF mit dem Löschfahrzeug vertraut machen, sagt der Stadtwehrleiter.

Das eigentlich ebenfalls noch für 2020 anvisierte neue Löschgruppenfahrzeug 10 (LF 10) für die Feuerwehr Flessau lässt dagegen über den Jahreswechsel hinaus auf sich warten. „Der Hersteller hat uns darüber informiert, dass sich die Auslieferung aus coronabedingten Gründen verzögert“, berichtet der Stadtwehrleiter. Mit Blick auf die rund 300.000 Euro teure Technik, die vom Land mit 125.000 Euro gefördert und ebenfalls über das zentrale Beschaffungsprogramm finanziert wird, geht Sven Engel nun davon aus, „dass wir mit dem LF 10 im ersten oder zweiten Quartal 2021 rechnen können“.

Bereits seit Freitag steht ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) im Osterburger Gerätehaus. Den rund 45.000 Euro teuren VW-Bus finanzieren die Einheitsgemeinde und der Förderverein der Osterburger Wehr gemeinsam. Er soll als Ergänzung zu dem bisherigen MTW dienen, auf den die Feuerwehr seit mittlerweile 28 Jahren zurückgreift. Aber auch dieser „Oldie“ sei längst nicht reif für das Altenteil „wir benötigen beide Fahrzeuge. Unter anderem für die mitgliederstarken Kinder- und Jugendabteilungen und den Transport zu Qualifizierungen und Ausbildungen“, so der Stadtwehrleiter.

Läuft alles nach Plan, steht der Osterburger Wehr im 2021 weitere Technik ins Haus. So können die Brandbekämpfer wohl ab dem vierten Quartal auf ein rund 300.000 Euro teures Tanklöschfahrzeug für die Vegetationsbrandbekämpfung zurückgreifen. Das Land übernimmt 87,5 Prozent der Anschaffungskosten.

Der Tanker gelangt über ein Sonderprogramm des Landes nach Osterburg. Dieses hatte Sachsen-Anhalt rückblickend auf den Extrem-Sommer 2018 aufgelegt, um besser gegen Wald- und Feldbrände gerüstet zu sein. Wie die übrigen 13 Vegetationstanker, die im Land stationiert werden, ist das für Osterburg angedachte Fahrzeug primär für überörtliche Einsätze gedacht. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20, das die Kommune über das zentrale Beschaffungsprogramm des Landes beantragt hat, dürfte dagegen vorwiegend in der Einheitsgemeinde zum Einsatz kommen. Trifft dieses Fahrzeug wie geplant 2021 in Osterburg ein, soll ein derzeit noch in der Biesestadt stehendes Löschfahrzeug 16/12 nach Meseberg wechseln.