Altmärkische  Höhe l Stapel hat mit der Gartenstraße zwar eine eigene Spielstraße, auf der sogar Schwellen montiert sind, damit Kraftfahrer nicht vergessen, dass sie durch eine verkehrsberuhigte Zone fahren. Aber eine Spielplatz gibt es in dem Dorf nicht mehr. Alles, was an bessere Zeiten erinnert, ist eine aus dem Lot geratene Tischtennisplatte. Das wird sich in den kommenden Wochen gründlich ändern.

Nachdem es 2017 mit den geplanten Investitionen nicht so geklappt hat, will die Gemeinde in diesem Jahr rund 285.000 Euro in die sechs Spielplätze investieren, die es am nötigsten haben. Die Kommune kann sich diese Ausgabe in der Größenordnung leisten, weil gut die Hälfte der Mittel über das Dorferneuerungsprogramm fließen. Die prozentualen Zuschüsse sind eigentlich höher. Aber die Gemeinde hat ihren Anteil auf 137.000 Euro erhöht, weil die Ausschreibungsergebnisse insgesamt über dem geplanten Budget liegen.

Finanztechnisch hatten die Mitglieder des Gemeinderates um Bürgermeister Bernd Prange schon im vergangenen Jahr mit einer Rücklage und Geldern aus der Investitionspauschale den Grundstein gelegt. In der jüngsten Sitzung vergaben sie im nicht öffentlichen Sitzungsteil die entsprechenden Aufträge.

Neben Stapel sollen auch Losse und Drüsedau komplett neue Spielplätze bekommen. In Boock, Bretsch und Einwinkel wird nachgerüstet. In Stapel wird die Baumaßnahme etwas umfangreicher, weil vorher der alten Löschteich „platt“ gemacht werden muss.

Kombinationsgeräte geplant

Am Ende heißt das, dass die Kinder auf ihren Arealen später wieder klettern, rutschen, schaukeln, wippen oder Fußball spielen können, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und die großen Kombinationsgeräte werden auch nicht aus Holz, sondern witterungsbeständig aus pulverbeschichtetem Stahl errichtet. Außerdem werde es Sitzgelegenheiten für die Eltern oder Großeltern geben, erläuterte Prange die Pläne.

Dem Baubeginn steht eigentlich nichts mehr im Weg, sobald die Geräte da sind, die mit der Vergabe bestellt werden können. Eine Übergabe zum internationalen Kindertag wäre ideal. Aber der Bürgermeister weiß auch, dass das sehr optimistisch geplant ist.

Im Gespräch mit der Volksstimme wies Prange darauf hin, dass in diesem Jahr auch der schon länger geplante Gehwegbau in Gagel über die Bühne gehen soll. Auch da kommen Dorferneuerungsmittel zum Einsatz. Das Besondere an der Maßnahme: Der Eigenanteil, der laut Straßenausbaubeitragssatzung auf die Anlieger umgelegt werden müsste, wird über die Sponsoringmittel getilgt, die die Betreiber des örtlichen Windparkes jährlich zur Verfügung stellen.

Außerdem bekräftige der Bürgermeister, dass es in diesem Jahr einen zweiten Fördermittel-Anlauf für den Neubau der Trauerfeierhalle im Ortsteil Boock geben wird.