Wischer l Mit ordentlich Wasser geht‘s. Am Wochenende hatte es Daniel Köhler-Scholz mit ganz vielen Tapetenschichten zu tun. „Alles muss runter. Wir wollen die Wände filzen“, sagte der 38-Jährige. „Noch vorm neuen Jahr sollen sie frei sein.“ Dafür sorgt Köhler-Scholz aber nicht allein, sein Mann Dirk Köhler und seine Familie helfen tüchtig mit. Die Vorfreude auf das Projekt Waldgasthof ist groß. Der Goldbecker übernimmt die Gaststätte von Christel Henschel. „Der Name bleibt“, sagt Köhler-Scholz. Auch soll es in Zukunft weiterhin deutsche Küche geben, wobei „der Neue“ natürlich auch eigene Akzente setzen möchte. Schon, was seine so geplante modern-rustikale Einrichtung betrifft. „Ich möchte, dass mehr Licht in die Räume kommt.“ Vor allem auch durch indirektes, gemütliches Licht, erzeugt durch Lampen an den Wänden. Ein Elektriker ist schon in der Spur, das Programm für die nächsten vier Wochen sportlich.

Azubis ausbilden wäre möglich

So sollen neben dem Filzen der Wände zum Teil auch neue Decken eingezogen werden, gegebenenfalls Fußböden, „wir müssen schauen“. Auf jeden Fall werde der Tresen erneuert, gibt‘s ein neues Farbkonzept, einen Geschirrspüler und eine neue Kasse. Als Eröffnungstermin steht Freitag, 1. Februar, um 17 Uhr fest. „Falls wir bis dahin nicht ganz fertig werden, eröffnen wir trotzdem, die Küche funktioniert ja“, so Köhler-Scholz. Mit dem Stendaler Christopher Latuske habe er einen guten Koch an seiner Seite, Köhler-Scholz selbst ist gelernter Restaurantfachmann. „Mit Ausbilderschein, ich könntehier auch Azubis ausbilden.“ Der Goldbecker stammt aus Schönberg, arbeitete in verschiedenen Lokalen, hatte früher die „Schnitzelei“ in Stendal und war zuletzt sechseinhalb Jahre Restaurantleiter in der Landessportschule. „Aber ich suche die Herausforderung“, so Köhler-Scholz. Der Waldgasthof liegt quasi zwischen Goldbeck und der Metro Stendal, „das passt alles perfekt“.

Gleich für beide ein Neuanfang

Terrassen nach draußen, auch vom Feierraum aus – der Pläne gebe es viele. In der Saison soll das Lokal mit Unterstützung durch Aushilfen täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet sein, im Winter an fünf Tagen die Woche bei gekürzten Öffnungszeiten.

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„Toll, dass die Gemeinde die Toiletten schon saniert hat.“ Und vielleicht ist ja auch irgendwann das Gebäude dran. „Ich finde so schön, dass wir beide gleichzeitig neu anfangen. Wir wollen beide das Ding hier richtig wuppen“, nimmt Köhler-Scholz Bezug auf Tino Braune, dem die erste Saison als Pächter des Areals ins Haus steht. Und der dem Ganzen auch einen neuen Namen verpasst hat: das „Wa-Ca-Wi“, was für Waldbad-Campingplatz-Wischer steht und womit einige Neuerungen verbunden sind. Da Christel Henschel aufhören wollte, gehört zu diesen Neuerungen auch Daniel Köhler-Scholz als neuer Betreiber des auf dem Gelände angesiedelten Waldgasthofes. „Im März hab ich schon die erste Feier drin. Das wird.“