Osterburg l Gordon Sethge befindet sich auf der Zielgeraden. Das Vikariat, das ihn nach Schönhausen/Elbe führte, wird in Kürze abgeschlossen sein. Anschließend wartet noch ein achtwöchiger Aufenthalt in Halle auf den 31-Jährigen, der dann wieder seine Koffer packen und dann nach Osterburg ziehen wird. Er freut sich auf die Biesestadt. Gordon Sethge wird ab 1. April ihr neuer Pfarrer.

Der gebürtige Altmärker ist heimatverbunden

„Ich habe einen sehr positiven Eindruck von der Stadt, von der Landschaft, die ich schon kannte“, sagt der in der Nähe von Gardelegen aufgewachsene künftige Pfarrer, der sich kürzlich dem Gemeindekirchenrat vorgestellt hat. Dieser war ebenso angetan von der Vorstellung von Sethge wie der Superintendent. Michael Kleemann weiß um die Schwere der Aufgabe, Pfarrer für die Region zu gewinnen. Es sei eine Region, „deren Charme man sich erst erschließen muss“. Umso mehr freut es den Chef des Kirchenkreises Stendal, junge Leute für den Job in der Altmark zu begeistern. Einen Vorteil sieht Kleemann in der Heimatverbundenheit des 31-Jährigen. Er spricht die Sprache der Altmärker, kennt Land und Leute. „Jede Region hat ihre Mentalität.“ Gordon Sethge hat sich sehr bewusst für die Region entschieden. Aktuell ist sein Terminkalender gut gefüllt. In Schönhausen nimmt er in den Amtswochen die Aufgaben des Pfarrers wahr. Das Vikariat, die praktische Ausbildungszeit für angehende Pfarrer, dauert zweieinhalb Jahre. Und die neigen sich dem Ende. Danach wird Gordon Sethge nach Halle/Saale wechseln. Für zwei Monate. Dort wird er im Februar und März bei den Franckeschen Stiftungen Erfahrungen in der klinischen Seelsorge sammeln.

„Ich war letzte Woche in Osterburg, um mir das Pfarrhaus anzuschauen.“ Im April möchte er die Räume in dem Gebäude nahe St. Nicolai beziehen, zuvor stehen noch einige Renovierungen an. Die Stadt ist ihm nicht unbekannt. In Krumke und Krevese besuchte er bereits mehrere Konzertabende. Der Wunsch, das Amt eines Kirchen-Dieners auszuüben, habe sich bei ihm erst während des Studiums entwickelt. „Ich habe angefangen, in Jena Lehramt zu studieren. Das Pfarramt hab‘ ich dann dazu genommen“, blickt er zurück. Beides schloss der Altmärker ab. Die Studienzeit führte ihn auch auf die Insel. Er erhielt eine positive Antwort auf die Bewerbung für Oxford, lernte knapp zwei Jahre in der Stadt in der Mitte Südenglands.

Ordination soll am 19. Mai erfolgen

Auf Gordon Sethge warten ereignisreiche Monate. Erst noch nach Halle, dann der Umzug an die Biese zu seiner ersten Pfarrstelle, die ihm von der Landeskirche zugewiesen wurde. Der Termin für die Ordination steht auch schon fest. Am 19. Mai wird er durch die Landesbischöfin im Magdeburger Dom in das Amt eingeführt, eine Woche später findet dann die offizielle Einsegnung in Osterburg statt.

Margaret Lipschütz, die als Vakanzverwalterin die Pfarrers-Tätigkeit in Osterburg im Ruhestand übernahm, möchte gern noch mitarbeiten. „Für sie werden wir natürlich andere Aufgaben finden“, ist der Superintendent froh über ihr Engagement.