Osterburg l Zu einem musikalisch-literarischen Abend hatte die Kreisvolkshochschule in ihrer „Treff“-Reihe in das Kreismuseum eingeladen. KVHS-Leiterin Sabine Krüger stand bei der Begrüßung der Besucher vor vollständig besetzten Stühlen. Kreismuseumschef Frank Hoche hatte noch Sitzgelegenheiten herbeischaffen müssen.

Schon traditionell wurde der Treff vom Gemischten Chor Osterburg mit überwiegend Frühlingsliedern und Gedichten von deutschen Lyrikern, unter anderen Erich Mühsam, Joachim Ringelnatz, Ernst-Moritz Arndt, Gottfried August Bürger und Rudolf Baumbach, gestaltet. In die heiteren und zuweilen auch nachdenklich stimmenden poetischen Vorträge teilten sich Chorleiterin Dagmar Brazda sowie die Sängerinnen Astrid Böhning und Christel Erxleben.

„Lyrik und Gesang, natürlich in Verbindung mit dem Publikum, bilden eine Gemeinschaft“, machte Brazda deutlich. „Wir freuen uns, im Rahmen der KVHS hier wieder singen zu dürfen.“ Und es waren solche bekannten Lieder wie „Leise zieht durch mein Gemüt“, „Nun bricht aus allen Zweigen“, die „Loreley“, „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ und viele andere, die der Chor mitgebracht hatte. Mit dem Lied von den schlafenden Blümelein und ein „Dankeschön den Freunden“ beendete der Chor sein Programm.

Bilder

Premiere von Kinderbuch

Eingebunden in den Abend war die Premiere des Kinderbuches „Die Hurzel-Purzel-Gute-Nacht-Geschichte“ vom Osterburger Lyriker und Schriftsteller Eckhard Erxleben mit Illustrationen von Sieglinde Hausmann aus Rochau. Die turbulente und farbig gestaltete Handlung des Büchleins, das vor allem für Zwei- bis Siebenjährige geschrieben ist und Vorlesestoff für Eltern sein kann, hat Erxleben in den Wäldern zwischen dem Schorstedter Silberberg und dem Städtchen Bismark angesiedelt. Hausmanns künstlerisch wertvollen Illustrationen setzen die wilden Kaninchenkinder Hurzel und Purzel so richtig in Szene, wenn sie sich und ihren Kaninchenbau mutig und frech gegen den rücksichtslos auftretenden Fuchs verteidigen.

Die Bilder lassen dem fantasievollen spielerischen Weiterdenken viele Möglichkeiten. „Das ist gut für die gesunde Entwicklung der Kinder“, sagte Erxleben. „Ein Schwerpunkt des Buches ist auch das Zusammenspiel von Mensch und Tier in einer Naturumgebung, die an den Ereignissen mitwirkt und hilft, den Kindern komplexes soziales Geschehen zu vermitteln. Es ist auch in der Familienberatung Lesestoff“. Malen und Zeichnen sei schon immer ihre Lieblingsbeschäftigung gewesen, verriet Sieglinde Hausmann, Lehrerin für Kunsterziehung.

Die digitale Bildbearbeitung erledigte Hartmut Holz von einer Stendaler Druckmanufaktur, das Lektorat und das Layout besorgte Christel Erxleben. Der Autor, Mitglied des Altmärkischen Heimatbundes, erarbeitet gegenwärtig eine plattdeutsche Fassung des Buches; eine Hörprobe stellte er den Besuchern schon einmal vor.