Konzertsaison beginnt

Nikolauskirche Beuster: Kultur und Sanierung gehören zusammen

Nach zwei Corona-Jahren startet am Sonnabend die neue Veranstaltungssaison des Fördervereins der Nikolauskirche Beuster ohne Kontakteinschränkungen . Konzerte und Ausstellungen dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern sind eng mit den Sanierungsbemühungen verzahnt.

12.05.2022, 06:42
Die Nikolauskirche Beuster  ist wegen laufender Sanierungsarbeiten noch nicht für öffentliche Aktionen freigegeben. Der erste Termin des Veranstaltungskalenders der Kirchenförderer wird deshalb in die Marienkirche verlegt.
Die Nikolauskirche Beuster ist wegen laufender Sanierungsarbeiten noch nicht für öffentliche Aktionen freigegeben. Der erste Termin des Veranstaltungskalenders der Kirchenförderer wird deshalb in die Marienkirche verlegt. Foto: Ralf Franke

Beuster - In seiner letzten Rechenschaftslegung hatte der scheidende Vorsitzende des Fördervereins der St. Nikolauskirche Beuster, Volker Stephan, dem neuen Vorstand und seinem Nachfolger Niklas Papke ans Herz gelegt, am Kulturprogramm keine Abstriche zu machen.

Abstriche vermeiden

Wobei Konzerte und Ausstellungen alles andere als Beiwerk zum Erhalt des Gotteshauses sind. Viele Zuschüsse, die in den vergangenen Jahren in die Sanierung einer der ältesten Backsteinkirchen Deutschlands gesteckt wurden, setzen voraus, dass 80 Prozent der verfügbaren Zeit neben der eigentlichen Kirchenarbeit für Kultur vergeben sein sollen.

„Nur“ mit Konzerten scheint das nicht möglich zu sein. Deshalb gibt es in der Veranstaltungssaison auch immer zwei Ausstellungen in den Seitenschiffen des Gotteshauses zu sehen.

Dass die wirtschaftliche Nutzbarmachung des Denkmals an der Straße der Romanik in den vergangenen Jahren gut gelungen ist, beweisen nicht nur zahlreiche Termine mit über die Grenzen des Landes hinaus bekannten Künstlern und eine große Publikumsresonanz, sondern auch ein Sonderpreis des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministeriums, mit dem vor vier Jahre der Kulturstandort Beuster und die Bemühungen zur sogenannter Inwertsetzung der Kirche gewürdigt wurden.

Das Kulturpaket für das laufende Jahr wurde noch unter der Leitung von Volker Stephan geschnürt und beginnt am kommenden Sonnabend, 14. Mai, ohne die lange corona-bedingten Kontakteinschränkung. Allerdings nicht in der Nikolauskirche, sondern in der Marienkirche von Klein Beuster, weil die Fußbodensanierung noch nicht abgeschlossen ist.

Die Auftaktveranstaltung gestaltet das Berliner Bläser-Quartett „Half & Half“ aus Berlin unter dem Motto „Die Mischung macht’s“ mit Klassik, Klezmer, Swing, Jazz und Popp. Das Konzert beginnt laut Einladung um 17 Uhr. Der Eintritt ist wie gehabt frei. Spenden für die Unterstützung der Vereinsarbeit sind indes willkommen.

Zuerst ein Auswärtstermin

Am Sonnabend, 28. Mai, geht es dann hoffentlich mit neuem Ziegelfußboden und neuer Akustik in der Nikolauskirche mit „Capella Laurentia“, Lieder und Motetten mit dem Projektchor der Domkantorei Berlin, weiter.

In der ersten Ausstellung des Jahres sind ab Sonnabend, 4. Juni, unter dem Titel „Erdverbunden-Himmelwärts“ Tonfiguren von Ilse-Marie Vogel, 17 Uhr zu sehen.

Mehr zum Programm, zu dem auch das Stiftungsfest gehört, im Internet unter www.foerderverein-beuster.de.