Osterburg l Fabian und Martin Rieger sowie Helmut Sasse haben aus recyceltem Material 50 Nistkästen angefertigt – gemeinsam mit 13 weiteren Helfern hängten sie die Nisthilfen am Sonnabendvormittag im Osterburger Stadtgebiet auf. Hintergrund der Initiative sei, „etwas für den Erhalt der Artenvielfalt zu unternehmen Denn es ist leider Fakt, dass die Zahl der Vögel abnimmt, weil sie immer weniger Nistgelegenheiten finden“, sagte Fabian Rieger. In Osterburg haben Meisen, Spechte und Co seit Sonnabend 50 Optionen mehr, die sie „beziehen“ können. Am Seggewiesenwall, am Weg durch die Werderwiesen zur Schwiegermutterbrücke, auf dem Bahnhofsvorplatz sowie an Bäumen auf Spielplätzen wurden die Nistgelegenheiten in Abstimmung mit der Stadt aufgehängt.

Damit ist die Angelegenheit aber längst nicht erledigt. So wollen die Umweltfreunde später einmal erkunden, welche Kästen tatsächlich von Vögeln „bezogen“ wurden. Und dann müssen die Nistgelegenheiten ja auch gesäubert werden. Schließlich können sich die Umweltfreunde sehr gut vorstellen, noch mehr Nistkästen im Stadtgebiet aufzuhängen. Sie würden sich zudem sehr darüber freuen, wenn weitere Einwohner dem Beispiel folgen und vielleicht auch auf den eigenen Grundstücken für die eine oder andere Nisthilfe sorgen. Abseits davon haben die Umweltfreunde auch andere Arten im Blick. Helmut Sasse hegt bereits konkrete Gedanken. „Mit Insektenhotels“, deutete er am Sonnabend schmunzelnd an.