Rohrbeck l „Das ist für uns auch eine große Herausforderung.“ Helmut Sasse und Mitstreiter des Wischevereins koordinierten die vielfältigen Arbeiten auf dem Hof: Während in einer Ecke das Holz gesägt wurde, wurden die schon fast fertigen Nistkästen in einem anderen Bereich gestrichen. Über 20 Helfer mischten am Sonnabend auf dem Hof der Familie Sasse in Rohrbeck mit. Eine Größenordnung, die die Gastgeber sehr freute. „Ansonsten sind wir weniger“, sagt Helmut Sasse, der sich für die große Unterstützung beim Bau der Wischehäuschen bedanken möchte.

Die beliebten Nistkästen und deren Verkaufserlöse sind eine wichtige Einnahmequelle des Vereins für die „Kultourspur“ über die Pfingsttage. Broschüren, Flyer und ähnliches möchten die Organisatoren drucken lassen. „Unser Ziel ist es, 150 Häuschen zu verkaufen“, betonte der Vereinsvorsitzende, der auf der Jahreshauptversammlung einen Abend zuvor von den Mitgliedern in seinem Amt bestätigt wurde. Ein Großteil dieser 150 wurden am Sonnabend beim Arbeitsein­satz fertiggestellt. Der Wischeverein begrüßte dabei Helfer, die dem Verein nicht angehören. So wie Willi Hamann. „Der Verein ist schließlich für die Wische da“, war es für den Bürgermeister der Altmärkischen Wische keine Frage, beim Einsatz dabeizusein. Tina Schulze schraubte ebenfalls mit und half, die Wischehäuschen zusammenzubauen. Die Idenerin ist für die Web-Seite und damit für den Auftritt des Wischevereins im Internet zuständig. Sie informierte bereits darüber, dass der Kino-Abend unter freiem Himmel im Idener Gutspark am 31. Mai über die Bühne gehen wird. Gezeigt wird die deutsche Filmkomödie „100 Dinge“.

Und viele Dinge beziehungsweise Holzseiten für die späteren Vogelhäuschen wurden am Sonnabend geschliffen und gebohrt. Anschließend auch geschraubt und die Dächer darauf genagelt. Zum Schluss noch mit Farbe und neben dem Wische-Logo mit einer Nummer versehen. „Auch Wunsch-Nummern werden vergeben“, sagte Helmut Sasse, der sich freute, dass schon am Sonnabend einige der Wischehäuschen verkauft wurden, so dass es in der Vereinskasse klingelte. „Selbst Berliner waren schon hier.“

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Aber auch Naturfreunde aus der Umgebung merkten sich den Termin vor. Inge Schaedle aus Klein Schwechten beispielsweise suchte sich am Sonnabend ebenfalls ein Häuschen aus, um es auf ihrem Grundstück aufzuhängen.

Übrigens besuchte auch ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) am Sonnabend den Hof Sasse. Der Beitrag läuft am kommenden Donnerstag, 20. Februar, in der Sendung „Sachsen-Anhalt Heute“ ab 19 Uhr.