Rochau l Ursprünglich sollte die Party in acht Wochen über die Bühne gehen. „Eigentlich hätte der Vorverkauf der Tickets bereits begonnen“, sagte ein enttäuschter RCG-Präsident Frank Bräuer. 2017 fand erstmals eine zünftige Sause in der Rochauer Mehrzweckhalle unter Regie der Karnevalisten statt. Die Premiere kam so gut an, dass die Organisatoren das Oktoberfest fest im Terminplan aufnahmen. Auch die beiden Nachfolger 2018 und 2019 gingen als erfolgreiche Veranstaltungen in die RCG-Historie ein.

Blasmusikanten wären dabei gewesen

„Nun haben wir alles abbestellt“, sagte Bräuer zum Termin am 19. September, an dem die vierte Auflage über die Bühne gehen sollte. „Die strengen Maßnahmen gegen die Bekämpfung des Coronavirus zwingen uns dazu. Somit müssen Dirndl und Lederhosen in diesem Jahr im Schrank bleiben“, teilt der Präsident mit, der sich ebenso wie das Organisations-Team aus den Reihen der Carnevals-Gemeinschaft auf die Party freute. Die Organisatoren hatten diese schon lange vorbereitet. Nicht nur für die richtige Musik war gesorgt: Die Osterburger Blasmusikanten sorgten bereits zur Premiere vor drei Jahren für eine ausgelassene Stimmung in der geschmückten Mehrzweckhalle der Rochauer.

Auch andere Sachen waren bereits bestellt. Unter anderem das bayrische Festbier und auch die anderen Köstlichkeiten wie Leberkäs‘, Hax‘n oder Weißwürste. Hätten die Karnevalisten das Oktoberfest wie geplant stattfinden lassen, wäre das Hygiene-Konzept unter anderem mit Abstandsregelungen und Mund-Schutz zum Tragen gekommen. Der Spaßfaktor tendiere in diesem Fall bei Null. „Wir hatten uns alle so darauf gefreut“, bittet Frank Bräuer die Interessenten und Oktoberfest-Fans um Verständnis. Eine vierte Auflage wird es auf alle Fälle geben. Die Rochauer Karnevalisten hoffen, dass ihr Gastspiel im November nicht in Gefahr ist.