Wohlenberg l Spezialitäten, frisch auf dem Grill vorbereitet, und dazu eine musikalische Unterhaltung, bei dem es den Einen oder Anderen nicht mehr auf dem Stuhl hält: So präsentierte sich am Wochenende die mittlerweile vierte Auflage des Wohlenberger Sommer-Open-Air. Während das Team um den Lückstedter Koch Marcus Hedermann für frisches Barschfilet, Schweine- oder Hähnchensteak oder Nürnberger Würstchen sorgte, hatten Bernardo, Ralfonso, Ricardo, Geraldo und Thor schon ihre Instrumente auf der Bühne aufgebaut. Hinter den italienisch anmutenden Namen verbirgt sich letztendlich niemand anderes als die altmärkische Formation „Schwarzbrand“, deren Frontmann Bernardo (Bernhard Sasse) die Gäste begrüßte und meinte, dass es vielleicht gar nicht so günstig sei, vorab so gut zu essen. Denn umso schwerer werde es da für die Musiker, Stimmung „unters Volk“ zu bringen. Da sollte er sich allerdings geirrt haben. Die Leute waren gekommen, um zu feiern. Und das zeigten sie auch. Wurde bei den ersten Titeln von Schwarzbrand „nur“ geklatscht, rückten Tische und Stühle bald an die Seite. Die so entstandene Tanzfläche sollte sich auch schnell füllen. Wie schon im vergangenen Jahr sorgte „Schwarzbrand“ für eine tolle Stimmung. Einige Gäste, die aus Arendsee angereist waren, fanden den Abend so toll, dass sie sich spontag entschlossen, auch am Sonnabend nach Wohlenberg zu kommen.

Auch der Sonnabend startete mit der kulinarischen Versorgung der zahlreichen Gäste, danach aber folgte gänzlich andere musikalische Kost. Veranstalter Norman Witych hatte drei attraktive Damen aus Prag engagiert. Im Gepäck hatten sie elektronische Geigen und Cello. Ein unterhaltsamer Abend war angekündigt und das sollte er auch werden. Die Musikerinnen von „Steelin´ Strings“, die 2008 ihren ersten Auftritt im Hotel Kempinski in Prag hatten und gleich eine erfolgreiche Premiere feierten, sind seitdem mit ihrer Kombination aus attraktiver Erscheinung und virtuosem Spiel gefragte Gäste in diversen Fernsehshows, Hotels, Firmenevents und natürlich Clubs. Sie hatten ein breit gefächertes Repertoire nach Wohlenberg mitgebracht. Neben Rock von Deep Purple bis AC/DC spielten sie auch klassische Stücke von Vivaldi, Bach oder Bizet. Ihre Instrumente erklangen sowohl elektrisch verstärkt als auch klassisch. Ein tolles musikalisches Erlebnis, wie es in der Region sicher noch nicht stattgefunden hat.

Das Wohlenberger Sommer-Open-Air hat sich bereits als kleine Reihe etabliert. Norman Witych erinnerte sich, dass die Premiere noch ein echtes Open Air gewesen sei. Glücklicherweise habe damals das Wetter mitgespielt. Inzwischen ist aber alles überdacht und so sei es nicht wirklich ein Problem, sollte es einmal regnen. Weitere Veranstaltungen werde es auf jeden Fall geben, vielleicht auch mal etwas anderes, sagte Witych. „Ideen gibt es jedenfalls reichlich“, kündigte der Veranstalter schmunzelnd an.

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