Osterburg/Krevese l Einstimmig und einstimmig. Am Montagabend haben sich die Ortschaftsräte Osterburg und Krevese konstituiert. In beiden Fällen gab es einen Kandidaten, der jeweils mit vollem Rückenwind gewählt wurde. An der Biese geht damit Klaus-Peter Gose in seine dritte Legislatur. Dass er seinen Hut wieder in den Ring werfen würde, hat ihm keinen großen Entscheidungsfindungsprozess abgerungen. Denn auch von den Wahlen abgesehen, hat der Osterburger von den Bürgern viel Zustimmung erhalten, gab es hier und dort mal „ein Schulterklopfen“. Wobei Gose, und das betont er, seine Wiederwahl als Anerkennung der Arbeit des gesamten Ortschaftsrates sieht. Freilich habe er sich auch persönlich in zurückliegender Zeit „keine großen Fehltritte“ erlaubt, „eigentlich gar keine“.

Gose zur Seite steht als Stellvertreter weiterhin Wolfgang Tramp. Neue Protokollantin ist Ina Emanuel (Die Linke), die neben David Elsholz (Die Grünen) und Sandra Matzat  (AfD) zu den neuen Gesichtern des insgesamt neunköpfigen Ortschaftsrates gehört. Dass das Gremium nunmehr parteipolitisch bunter aufgestellt ist, habe Gose – selbst parteiloser Kandidat auf der CDU-Liste – so erwartet. „Ich sehe da keine Komplikationen.“ Gose habe auch Sandra Matzat, die ja „eine Wahnsinnsstimmenzahl“ erreicht hat, „ehrlichen Herzens Respekt“ ausgesprochen.

Nun komme es darauf an, gute Ideen durch den Osterburger Stadtrat zu bringen – Ortsräte haben schließlich immer „nur“ empfehlenden Charakter. Wenn der Osterburger Ortsrat am Montag, 19. August, gemeinsam mit dem Bauausschuss des Stadtrates in Zedau tagt, wollen die Mitglieder des Ortsrates ihre Vorhaben auf den Tisch packen. Gose hält sich in dieser Hinsicht noch bedeckt, verrät indes: Dies sei seine letzte Amtszeit. In fünf Jahren liegen 30 Jahre Stadtratsarbeit und 15 Jahre Ortsbürgermeisterdasein hinter ihm, eine runde Sache, „danach sollen mal Jüngere ran“.

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Einer dieser vergleichsweise Jüngeren ist Björn Bach. Der Polkerner ist der neue Kreveser Ortsbürgermeister. Sein Vize ist Enrico Wolligandt, der diesen Posten auch bei Jutta Berger innehatte, die 25 Jahre die Fäden für Krevese in ihren Händen hielt. Wolligandt und Katrin Knespel sind die einzigen alten Hasen im insgesamt sechsköpfigen neuen Kreveser Rat. Björn Bach, selbst einer der ganz Neuen, möchte sich „für die Bürger“ einsetzen. „Die Ortschaften liegen mir am Herzen.“ Als selbstständiger Versicherungsfachmann betreue er mehrere Verwaltungsgemeinschaften, insofern sei ihm das Metier nicht ganz neu. Auch war Bach vormals bereits als sachkundiger Einwohner aktiv, nicht zuletzt stamme er aus einer Krüdener Bürgermeisterfamilie, „das ist mir also alles vertraut“.

Krevese möchte sich beim diesjährigen Altmärkischen Heimatfest in Walsleben gut präsentieren, „darauf liegt erst mal unser Hauptaugenmerk“, sagt Björn Bach, der sich auf die Arbeit im Ortschaftsrat freue.