Osterburg l Die Inhaberin der drei Apowida-Apotheken in Osterburg, Seehausen und Stendal, Ute Romahn, spricht von zwei „kleinen Flöhen“. Die 58-Jährige meint damit Elektroautos der Marke Skoda „Citigo“, die sie kürzlich für ihr Unternehmen anschaffte, um bei der Medikamentenauslieferung nur noch mit Elektroantrieb unterwegs zu sein. Auch der vor einem Jahr erworbene Kastenwagen fährt mit Stromantrieb. Nun ist die Flotte komplett, „und wir fahren mit einem guten Gewissen, nehmen auch noch Ökostrom“. Für Ute Romahn gebe es keine Alternative in Sachen Mobilität, auch wenn in puncto Batterieherstellung und -entsorgung sicher auch noch nicht alles im grünen Bereich ist. „Aber die Entwicklung geht ja immer weiter.“ Jedenfalls zeigt sich die Geschäftsfrau sehr begeistert von den „kleinen Flöhen“, die unwahrscheinlich flott unterwegs seien. 250 bis 300 Kilometer kommen sie und ihre Mitarbeiter mit einer Stromladung; an jeder Filiale bestehe die Möglichkeit, unkompliziert nachzuladen.

E-Rezept als Wunsch

Die lange bestellten Autos kamen pünktlich zur Corona-Zeit, da Ware vermehrt ausgeliefert wird. „Wir bitten unsere Kunden auch darum, dass sie alles ohne Rezept von zu Hause aus bestellen. Per Anruf oder über unsere Homepage.“ Wenn endlich das E-Rezept kommt, kann wirklich alles ohne Infektionsgefahr bestellt werden – „darauf warten wir“.

Gemäß der Devise, Ressourcen nicht zu verschwenden, legen sich die Apotheken logistisch sinnvolle Touren zurecht. „Wenn etwas ganz eilig ist, fahren wir natürlich auch direkt.“ Welcher Marke die „kleinen Flöhe“ sind, konnte Ute Romahn gar nicht gleich sagen. „Ich interessiere mich an sich nicht für Autos. Was deren Antrieb betrifft, aber schon.“