Projekt

Osterburg: Bebauungsplan für den Norma-Supermarkt nimmt die nächste Hürde

Die Handelskette Norma will in Osterburg in einen neuen Supermarkt investieren. Das Projekt hat eine weitere Hürde genomen. Der Hauptausschuss des Stadtrates stimmte einem Bebauungsplan für den neuen Standort an der Krumker Straße zu.

Von Nico Maß
Der neue Norma-Markt soll nahe der Kreuzung B 189/Krumker Straße am Ortsrand von Osterburg seinen Standort haben.
Der neue Norma-Markt soll nahe der Kreuzung B 189/Krumker Straße am Ortsrand von Osterburg seinen Standort haben. Foto: Nico Maß

Osterburg - Der Bebauungsplan-Entwurf für einen neuen Supermarkt-Standort der Handelskette Norma im Osterburger Norden hat am Dienstagabend eine weitere Hürde genommen. Nachdem sich am Montag bereits der Ortschaftsrat Osterburg hinter den Plan gestellt hatte, signalisierte bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen einen Tag später auch der Hauptausschuss des Stadtrates „grünes Licht“ . Auf Nachfrage von Sandra Matzat (AfD), die als einzige gegen den Markt-Standort an der B?189 stimmte, weil sie eine Schwächung der Innenstadt befürchtet, hatte Bauamtsleiter Matthias Köberle zuvor etwaige Kosten für die Kommune verneint. Weder für die Erschließung des Geländes noch für eine womöglich nötig werdende verkehrsregelnde Anlage wie beispielsweise Ampel an der Bundesstraßen-Kreuzung werde die Einheitsgemeinde die Brieftasche zücken müssen, legte sich Köberle fest. Dabei verwies er auf einen städtebaulichen Vertrag, den die Einheitsgemeinde mit der Handelskette abgeschlossen hat.

Zudem erinnerte der Bauamtsleiter daran, dass das Unternehmen quasi auf Wunsch der Einheitsgemeinde in den Osterburger Norden zieht. Ursprünglich wollte das Unternehmen am heutigen Norma an der Ballerstedter Straße einen Neu- oder Ausbau verwirklichen. Mit Verweis auf die Lage des Marktes im sogenannten Außenbereich habe der Landkreis diesen Plänen aber einen Riegel vorgeschoben. Den jetzt anvisierten Standort knapp zwei Kilometer weiter nördlich an der Kreuzung B 189/Krumker Straße stuft der Kreis hingegen nicht als Außenbereich ein. Ein Grund dafür sei auch die weitere Wohnbebauung, die in diesem Stadtgebiet geplant sei, sagte der Bauamtsleiter.

Nach der Beratung im Hauptausschuss wird der neue Norma-Standort am kommenden Dienstag im Osterburger Stadtrat zum Thema. Stimmt dann der Stadtrat zu, kann der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan dem Landkreis zur Genehmigung vorgelegt werden, teilte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Nachfrage mit. Sollten die Fachbehörden dann ebenfalls „grünes Licht“ geben und der Satzungsbeschluss amtlich bekanntgemacht werden, ist der Plan rechtsgültig. Dann könne die Norma-Handelskette den Bauantrag für den neuen Supermarkt einreichen.