Teilsanierung

Osterburg: Stadt will Sozialgebäude auf dem Sportgelände „Bleiche“ erneuern

Für das Sozialgebäude auf den Sportanlagen der „Bleiche“ in Osterburg hat die Einheitsgemeinde Erneuerungsarbeiten auf dem Zettel. Die einzelnen Maßnahmen sollen im August ausgeschrieben werden.

Von Nico Maß
Das Sozialgebäude auf der Sportanlage ?Bleiche? in Osterburg steht vor Sanierungsarbeiten.
Das Sozialgebäude auf der Sportanlage ?Bleiche? in Osterburg steht vor Sanierungsarbeiten. Foto: Nico Maß

Osterburg - Brandschutztüren, neue sanitäre Einrichtungen und noch mehr: Dem Sozialgebäude auf dem städtischen Sportgelände „Bleiche“ steht in diesem Jahr eine „Frischzellenkur“ ins Haus. Das notwendige Geld für die Teilsanierung, wie Bauamtsleiter Matthias Köberle äußert, hat die Kommune quasi griffbereit. Schließlich kann die Einheitsgemeinde für diese Investition auf Ausgleichsbeträge zurückgreifen, die Grundstückseigentümer aus dem Osterburger Altstadt-Sanierungsgebiet für die Aufwertung ihres Quartiers an die Kommune überwiesen haben.

Dass ein Teil der Ausgleichsbeträge in das Sozialgebäude investiert wird, hat der Stadtrat schon im Februar 2020 beschlossen. Knapp eineinhalb Jahre später stehen die Einzelmaßnahmen kurz vor der Ausschreibung. Die soll im August erfolgen, kündigt Köberle an. „Im besten Fall“, so der Bauamtsleiter, könnte dann im Herbst tatsächlich mit den Arbeiten begonnen werden. Konkret plant die Kommune, die sogenannte Brandlast im Flur des Sozialgebäudes zu beseitigen. Zu dieser Aufgabe gehöre die Beseitigung der Holzvertäfelung, die Errichtung einer neuen Decke, die Installierung einer neuen Beleuchtung sowie nicht zuletzt das Anbringen einer neuen Verkleidung. Diese soll die Flurwände vor Schäden oder Verschmutzungen schützen. Zudem werden zwei Fluchttüren mit Panikverschluss eingebaut sowie sanitäre Anlagen erneuert. Und auch die Elektroanlage des Gebäudes soll im Zuge der jetzt geplanten Arbeiten modernisiert werden.

Mit diesem Aufgabenpaket beschränkt sich die Stadt auf dringend notwendige Investitionen. Die ursprüngliche Absicht, im Sozialgebäude noch mehr zu erneuern, wurde schon im Vorjahr fallen gelassen. Denn für weitere Sanierungsarbeiten müsste in die Struktur des Sozialgebäudes eingegriffen werden. Dies aber würde enorme Kosten zur Folge haben, begründete Köberle damals den Verzicht.

Aus dem gleichen Grund ist für die Einheitsgemeinde derzeit auch eine Erneuerung der längst in die Jahre gekommenen Spielfelder sowie der Tartanbahn der „Bleiche“ kein Thema. Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2019, die im Osterburger Rathaus vorliegt, müsste die Kommune insgesamt rund 460 000 Euro auf den Tisch legen, um die Erneuerung der Sportanlagen zu bezahlen. Ohne finanzielle Unterstützung aus einem passenden Förderprogramm scheint es für die Einheitsgemeinde daher kaum denkbar, die Spielfelder sowie die Laufbahn der Sportanlage auf Vordermann bringen zu können.