Info-Schilder und Flyer sind geplant

Osterburg will attraktiver für Touristen werden

Von Nico Maß

Für die Umsetzung touristischer Projekte hat die Einheitsgemeinde Osterburg Fördermittel beantragt. Mit diesen Geldern sollen auch Tafeln und Schilder finanziert werden, die im Osterburger Territorium über die Orte und markante Bauwerke informieren.

Osterburg l Noch sind zwar keine Fördermittel nach Osterburg geflossen. Doch auch ohne die erhoffte Finanzspritze in Höhe von 80000 Euro (inklusive der Eigenmittel in Höhe von 16000 Euro) forciert die Einheitsgemeinde ihre Bemühungen, ein attraktiveres Ziel für Touristen zu werden. Weit oben auf der noch abzuarbeitenden Aufgabenliste steht das Aufstellen von Info-Tafeln. Dabei handelt es sich zum einen um Übersichtstafeln, die in jeder Ortschaft unserer Einheitsgemeinschaft aufgestellt werden sollen und die über Interessantes aus der jeweiligen Altgemeinde Auskunft geben.

Plexiglastafeln bekommen Nachfolger

"Auf einer Tafel, die in Krevese ihren Platz finden würde, soll es dann eben auch Interessantes zu Dequede, Polkern und Röthenberg geben", nennt Bürgermeister Nico Schulz ein Beispiel. Neben diesen Infotafeln sprach sich der Marketing-Beirat auch dafür aus, Info-Tafeln zu bedeutsamen Sehenswürdigkeiten in der Einheitsgemeinde zu erarbeiten. Reste eines Vorläufers dieser Idee finden sich heute noch an der Stadt- und Kreisbibliothek sowie im arg lädierten Zustand an den Stadtmauer-Resten beim Gymnasiums. "Diese Plexiglastafeln wurden Mitte der 90er Jahre an markanten Bauwerken in der Stadt angebracht", berichtete Museumschef Frank Hoche. "Auch an unserer Einrichtung befand sich so ein Schild. Als das Museum 2007 zu den Sachsen-Anhalt-Tagen und der 850 Jahrfeier in Osterburg seinen heutigen Anstrich erhielt, wurde das Schild abgenommen und nie wieder angebracht", fügte er hinzu. Die Initiative zu einer neuen Ausschilderung, die nicht nur in der Stadt selbst vorgenommen werden soll, sondern auch markante Bauwerke in den Dörfern der Einheitsgemeinde betrifft, begrüßt Hoche ausdrücklich. "Sie erhalten und verbreiten Wissen, tragen zur Identifikation mit der Region bei und stärken das Heimatbewusstsein", ist der Museumschef überzeugt.

Spezielle Touren sollen beworben werden

Hoche, selbst im Marketing-Beirat dabei, unterstützt auch die weiteren Nah-Ziele, mit denen der Tourismus in der Region angekurbelt werden könnte. So soll ein Info-Flyer über die Einheitsgemeinde erarbeitet werden, zudem würden spezielle Angebote, beispielsweise eine Tour zu ausgewählten Kirchen der Einheitsgemeinde, über separate Flyer beworben. Die angedachten Touren, aktuell sind drei Routen konkreter im Gespräch, müssen allerdings zuvor noch detailliert ausgearbeitet werden.

Für die Umsetzung der Planspiele in Sachen Tourismus, zu denen perspektivisch auch noch Projekte wie die Verbesserung der räumlichen Situation der im Bibliotheksgebäude untergebrachten Stadtinformation gehören, hofft Nico Schulz auf die Bewilligung der Fördermittel. "Das kann sich aber noch etwas hinziehen. Denn zu den Unterlagen, die von uns abgefordert wurden, gehört auch der genehmigte Haushaltsplan 2013. Auf diese Bestätigung unseres Plans durch die Kommunalaufsicht des Landkreises warten wir aber noch", machte der Osterburger Bürgermeister gegenüber der Volksstimme deutlich.