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Osterburg will schon im Herbst ein Stadtfest feiern

Zwei Jahre fiel das Osterburger Stadt- und Spargelfest aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser. Nun könnte der Neuanlauf früher als gedacht über die Bühne gehen.

Von Nico Maß
Attraktionen wie dieses „Break Dance“-Fahrgeschäft, das im Jahr 2019 Stadtfestbesucher unterhielt, könnten schneller nach Osterburg zurückkehren als gedacht. Laut Bürgermeister Nico Schulz gibt es Überlegungen,  im Frühherbst ein kleines Stadtfest zu veranstalten.
Attraktionen wie dieses „Break Dance“-Fahrgeschäft, das im Jahr 2019 Stadtfestbesucher unterhielt, könnten schneller nach Osterburg zurückkehren als gedacht. Laut Bürgermeister Nico Schulz gibt es Überlegungen, im Frühherbst ein kleines Stadtfest zu veranstalten. Foto: Stephan Metzker

Osterburg - Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen machen es möglich: Nach zweijähriger pandemiebedingter Abstinenz könnte schon im Frühherbst in Osterburg ein Stadtfest über die Bühne gehen. Das hat Bürgermeister Nico Schulz auf Nachfrage der Volksstimme bekräftigt.

Bürgermeister hofft auf Fest mit Schaustellern

Schulz denkt dabei nicht an die Größenordnung der vor Corona üblichen Spargelparty, wie sie die Einheitsgemeinde Osterburg im Zusammenspiel mit dem Ausrichter Lothar Welte zuletzt im Mai 2019 auf die Beine gestellt hat. „Aber es geht schon um ein ordentliches Stadtfest, das unsere Einwohner zum Mitfeiern verlockt. Denn die Leute wollen raus“, ist der Bürgermeister überzeugt. Und fügt hinzu: „Das hat gerade erst unser Kindersommerfest gezeigt.“ Dieses Angebot, das die Einheitsgemeinde im Rahmen ihrer neuen Kulturreihe „Osterburger Sommernächte“ organisierte, hatte am Wochenende vor den Sommerferien eine gelungene Premiere erlebt und viele Familien auf die Wallpromenade sowie den August-Hilliges-Platz gezogen.

Nun arbeitet die Kommune nach Angaben des Bürgermeisters an einer weiteren Party, zu der Schulz Stadtfest-Ausrichter Welte ins Boot holt und insbesondere auch wieder Schausteller in die Biesestadt holen möchte. Was da tatsächlich machbar ist, dahinter setzt der Bürgermeister aktuell noch ein Fragezeichen. Denn die Corona-Zeit habe in der Schausteller-Branche starke Spuren hinterlassen. Weil Feste faktisch nicht möglich gewesen seien, mussten die Betreiber von Fahr- und Unterhaltungsgeschäften sowie Imbiss- und Getränkebuden in den zurückliegenden Monaten schwere finanzielle Einschnitte hinnehmen. Mancher habe sich in der Zwischenzeit auch beruflich umorientiert, wisse Schulz aus seinem Kontakt zu Lothar Welte. „Dennoch steht das Ziel, das Stadtfest mit Schaustellern auf die Beine zu stellen. Der Wille dafür ist da. Und wir arbeiten daran“, bekräftigt der Bürgermeister.

Abseits der kleinen Stadtfest-Ausgabe könnte den Einwohnern im Herbst noch ein zweiter Höhepunkt an frischer Luft ins Haus stehen. Denn der Fahrrad-Renntag, den der Radsportverband Sachsen-Anhalt auf Initiative der Einheitsgemeinde erstmalig 2018 in Osterburg ausgetragen hat, soll eine Neuauflage erleben.

„Einen genauen Termin für den Fahrrad-Renntag gibt es aber noch nicht, da warten wir auf eine entsprechende Information durch den Radsportverband“, sagte Nico Schulz. Die Stadt müsse sich diesbezüglich aber wohl noch etwas länger in Geduld üben. Laut Bürgermeister wollen viele Organisatoren und Veranstalter ausgefallene Rennveranstaltungen im Herbst nachholen, dies erschwere die Terminfindung.

Während das „wann“ also noch offen ist, steht bereits jetzt fest, dass sich der Veranstaltungsort des Renngeschehens diesmal an den südlichen Stadtrand verlagert. Denn der Rundkurs Ballerstedter Straße, Melkerstraße, Kreisverkehr Platz des Friedens, Breite Straße, Bismarker Straße, Kreisverkehr und Ballerstedter Straße, auf dem die Radsportler während der ersten beiden Auflagen im Kampf um bestmögliche Platzierungen in die Pedale traten, kommt diesmal für die Sportveranstaltung nicht in Frage. Als Grund verweist Nico Schulz auf Bauarbeiten des Wasserverbandes in der Bismarker Straße. Zwar liegt die Rennstrecke selbst nicht im Baustellenbereich. „Aber es gibt dort Verkehrsumleitungen, die wir durch das Rennen nicht noch weiter erschweren möchten“, begründet er.

Sport-Höhepunkt diesmal im Gewerbegebiet

Der Sport-Höhepunkt soll deshalb im Osterburger Gewerbegebiet „Am Bültgraben“ über die Bühne gehen, „aber 2022 auf jeden Fall wieder auf dem Rundkurs in der Innenstadt stattfinden“, legt sich der Bürgermeister fest. Mini-Stadtfest und Fahrradrennen sind aber nicht die einzigen Attraktionen, die sich für den Herbst in der Biesestadt ankündigen. Traditionell stehen dann auch wieder die „Osterburger Literaturtage“ ins Haus. Das nunmehr 22. Bücherfest wird in der Zeit vom 4. bis zum 17. Oktober gefeiert.

Radsportler beim Renntag in Osterburg. Im Frühherbst 2021 soll der Sport-Höhepunkt eine Neuauflage erleben.
Radsportler beim Renntag in Osterburg. Im Frühherbst 2021 soll der Sport-Höhepunkt eine Neuauflage erleben.
Foto: Stephan Metzker