Osterburg l Vor allem junge Eltern mit ihren Kindern hatten am Gründonnerstag das Angebot angenommen. Es gab viel Kurzweil, zum Beispiel die Einweihung des neuen Agility-Parcours‘ mit vielen Möglichkeiten, Geschicklichkeit zu beweisen. Den hatten die Kinder schnell für sich eingenommen. Jule Eisenhuth, eine von den Vereinsfrauen, hatte ein achtsames Auge darauf und die Kleinen zum Eierlaufen und Sackhüpfen durch die Hindernisstrecke animiert. Auch einige Besucher-Hündchen wurden von ihren Besitzerinnen über den Parcours geleitet. Dicht umlagert war der Feuertrog, an dem die Kinder Stockbrot backen konnten.

Jule, Sandra Danker und Anke Symaniak zeigten mit ihren Hunden Beispiele für die Arbeit zur Unterordnung der Vierbeiner. Uwe Thormann aus Lindenberg, der unlängst vom Wittenberger Hundesportverein nach Osterburg gewechselt war, hatte seinen Schäferhund „Matzi“ mitgebracht. Gemeinsam mit Enrico Lange, dem Ausbilder des hiesigen Vereins, zeigte der 5-jährige Rüde Übungselemente aus dem Schutzdienst bis zum Stellen und Verbellen eines „Bösewichts“.

Vor der Ostereiersuche mussten erst einmal die Kinder aus der „Schusslinie“ des Osterhasen genommen werden, der ein wenig Zeit benötigte, um die vielen Eier auf dem gesamten Areal des Trainingsgeländes zu verstecken. Sarah Hanisch versammelte deshalb die Kleinen in der „guten Stube“ des Vereins und fungierte als Märchentante, bis schließlich der Osterhase sich seiner Bürde entledigt hatte. Was dann auf die Wiese gehoppelt kam, war nicht der rosarote Panther, sondern Meister Lampe ganz persönlich, allerdings im ungewöhnlichen Outfit, aber pinkfarben und in einer bayerischen „Krachledernen“ ganz lustig anzusehen. Wer mochte wohl in dem Habit stecken? „Mein Name ist Hase“, sprach das Langohr, „mehr erfährst du nicht!“ Nun lassen wir dem Hasen seine Anonymität.

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Als die spannende Suche vorbei war und die Funde den Taschen der Muttis und Vatis anvertraut waren, widmeten sich die Sprösslinge wieder dem Hindernislauf. Vereinsvorsitzender Silvio Rembde hatte inzwischen das Feuer entfacht. Einige Stunden hatten ausgereicht, um das Reisig so zu trocknen, dass es den Flammen Nahrung geben konnte. Es loderte in den Himmel, der von der tiefstehenden Sonne vergoldet wurde.

Mit Steaks und Würstchen vom Grill, Kuchen, Kaffee und anderen Getränken wurde bis in den Abend hinein dem leiblichen Wohl genüge getan. Alles in allem zeigten sich die Veranstalter mit der Besucherresonanz recht zufrieden. Es sei zu überlegen, bemerkte Remde beiläufig gegenüber der Volksstimme, im kommenden Jahr eine halbe oder eine ganze Stunde später zu beginnen, da viele junge Eltern am Nachmittag noch arbeiten mussten. Der Gründonnerstag solle auf alle Fälle beibehalten werden.