Osterburg l Abstimmung vertagt. Eine Entscheidung darüber, ob der Stadtrat eine rund vier Hektar große Fläche am westlichen Rand des Industriegebietes „Am Schaugraben“ von den gültigen Festsetzungen des Bebauungsplanes befreit und somit zum „Geburtshelfer“ einer Solaranlage avanciert, fiel während der jüngsten Stadtratssitzung noch nicht. Weil nach eigener Einschätzung im Vorfeld nicht ausreichend informiert, zog sich der Osterburger Ortschaftsrat das Thema auf den Tisch. Nun sprechen die Ortspolitiker noch einmal über die von der IBC Solar AG aus dem bayrischen Bad Staffelstein angeschobene Photovoltaik-Investition, bevor der Stadtrat abstimmt.

Wie die Entscheidung dann ausfällt, scheint ungewiss. Denn anders als im Bau- und Hauptausschuss, blies dem Projekt im Stadtrat ein kräftiger Wind entgegen. Vor allem aus grundsätzlichen Befindlichkeiten. In der Region werde schon jetzt zu viel Strom erzeugt, der gar nicht mehr abgenommen werden könne. Die Folge sei ein kostspieliger Netzausbau. Und für den würden die Kunden zur Kasse gebeten, machte Horst Guse (Die Linke) deutlich. Willi Rehhagen schlug in die gleiche Kerbe, der CDU-Stadtrat wies zudem auf die Verschandelung der Landschaft durch Energieerzeuger wie beispielsweise auch die Windkraftanlagen hin. „Nachts blinkt es einem aus allen Richtungen entgegen, die Altmark ist überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen“, kritisierte er. Torsten Werner (CDU) lehnte es schließlich ab, landwirtschaftlich genutzte Fläche für die Einrichtung einer Photovoltaikanlage zu opfern. Widerspruch kam von Matthias Köberle. „Das Grundstück ist Bestandteil des Industriegebietes und nicht landwirtschaftliche Nutzfläche. Es steht schon jetzt für Gewerbeansiedlungen bereit“, betonte der Bauamtsleiter.