Seehausen l Der Auftakt der 2018er Veranstaltungen erfolgt am 16. Januar, wenn die Akteure der Initiative „Seehausen links - sich interessieren und einmischen“ zu einer Neujahrsberatung in die Stadtbibliothek am Umfluter einladen, um noch einige Termine abzustecken. Wobei interessierte Bürger bei den Treffen der seit sechs Jahren bestehenden Initiative gern gesehen sind. „Wir sind ein offener Gesprächskreis und freuen uns über jeden“, hofft Hauptorganisator Bernd Kloss wie 2017 auf zahlreiche Besucher bei den Veranstaltungen.

Das Vorjahr verlief nach den Vorstellungen von „Seehausen links“. Das soll natürlich so bleiben. Die Akteure wollen mit interessanten Themen die Bevölkerung miteinbeziehen, sowohl über Sozialpolitik und Regionales als auch über Demokratie und digitale Zukunft ins Gespräch kommen und diskutieren. Die breite Palette an angebotenen Veranstaltungen legen sich die Beteiligten als hohen Maßstab. Dabei konnten sie stets fachkundige Referenten gewinnen. An Ideen mangelt es keineswegs. Eine ganze Reihe von Vorschlägen trugen vor einigen Tagen im Workshop 15 Interessenten – von 17 Jahren bis Mitte 70 – im Alanda in Seehausen zusammen. Einige Favoriten sind bereits für das erste Halbjahr eingetaktet, andere müssen für die zweite Hälfte noch ausgewählt werden. „Gar nicht so einfach bei der Fülle der Themen und der allemal gegebenen gesellschaftlichen Relevanz und regionaler Aktualität“, befindet Kloss.

Altbewährtes wie die „Frühlinks-“ und Herbstwanderung auf Barsberge werden fortgeführt. Die 1968er Bewegung in der BRD wird thematisiert. Journalist und Filmemacher Reinhard Kahl aus Hamburg wird auf jene Zeit zurückblicken, „Hoffi“ (Neukirchen) wird den Abend (9. März) mit Gitarrenklängen bereichern. Ebenfalls steht ein Nachbarschaftstreffen (juli) auf der Agenda. Demnach wird eine beim Workshop eingebrachte Idee realisiert. Eine Reise nach Bialystok - nicht nur für die Bewohner der Bialystoker Straße. „Es gibt Musik und Geschichten zwischen den Blöcken.“

Was könnte künftig noch in den Diskussions-Mittelpunkt der Treffen rücken? Die Definition einer „kinderfreundlichen Gemeinde“. Und ist Seehausen eine? Dieses Thema schwebt Kloss schon eine Weile vor. Er erinnert daran, dass die erste Veranstaltung von „Seehausen links“ zum Kindertag über die Thematik Kinderarmut im Juni 2011 über die Bühne ging.

Sozialpolitische Fragen über das Kinderförderungsgesetz oder die Patientenverfügung könnten ebenso zum Thema werden wie gesellschaftliche Fragen beispielsweise über den Islam, über linke Einwanderungspolitik oder über Cannabis als Medizin. Die Regionalentwicklung mit dem Leerstandsmanagement (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept) oder dem Breitbandausbau stünden ebenfalls zur Auswahl für künftige Abende.

Bürger können mitwählen – über Rückmeldungen und neue Ideen freuen sich Bernd Kloss, Tel. 039395/9 18 88, und die Mitstreiter immer.