Osterburg l Eine neuartige Veranstaltung hat am Osterburger Markgraf-Albrecht Gymnasium Premiere gefeiert: Dabei handelte es sich um Poetry-Slam. Bei diesem Dichterwettbewerb stellten sich fünf Schüler und Schülerinnen den Bewertungen des Publikums, nachdem sie eigens kreierte Texte vorgetragen hatten.

Die Schülerband eröffnete den Abend. Matthias Netal startete in die erste Runde und trug mehrere Texte vor. Diese sorgten auch schon für erste Lacher. Die nächste Künstlerin, Ida-Lia Salomon, stellte dann den Gegenpol dar. „Ich möchte euch alle traurig machen“, sagte sie gleich zum Anfang und ließ drei nachdenkliche Gedichte folgen. Zehn Minuten später folgte Justus Herbst, der so mutig war, tragische Familienereignisse in Rapform zu präsentieren. Die Jury, bestehend aus dem Publikum, ließ ihn dafür in Führung gehen. Der Neuntklässler wurde danach von Paula Heidenreich aus demselben Jahrgang abgelöst, die mit dem Gedicht „Wer bist du?“ ein weiteres Mal zum Nachdenken anregte. Der letzte Teilnehmer, Niels Baumbach, wurde wie die anderen vor ihm von den beiden Moderatorinnen Anna Kusch und Milena Franke vorgestellt. Sein Ausschnitt aus einem Monolog einer Geschichte behandelte das Thema Mobbing und Depression.

Als die Bewertungen feststanden, spielte die Schülerband einen Song, an dem auch Matthias Netal mitgewirkt hatte. Auch dieser handelte über Mobbing und den Umgang mit Suizidgedanken.

Das Finale fand zwischen Ida-Lia Salomon und Justus Herbst statt. Beide stellten noch einmal Texte vor und dann ließ die Jury das Publikum ihren Favoriten wählen, indem sie für diesen extra laut klatschten. Nach zwei Runden lautstarkem Gejohle entschied man sich für beide als Gewinner. Die Spenden wurden aufgeteilt und jeder konnte entscheiden, an welche gemeinnützige Organisation sie ging.

Die Resonanz des Publikums auf den Abend war sehr gut. Ob weitere Poetry-Slam- Abende am Gymnasium folgen, bleibt abzuwarten.