Iden l Der vom Landkreis Stendal geplante neue Rettungswachen-Standort im Bereich Iden wird als Übergangslösung auf dem Gelände der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) eingerichtet. Wenn es nach dem Wunsch von Sebastian Stoll  (CDU), dem 2. Beigeordneten des Landrates, geht, soll dies ab dem 2. März der Fall sein. Vorgesehen ist das Internatsgebäude. Die Kräfte der Johanniter kommen in möblierten Räumen am Giebel unter, „dort, wo die Rettungstreppe abgeht, die sie dann auch nutzen“, informiert Stoll. Im Vertragsentwurf müsse „nur noch“ die Miete pro Quadratmeter eingetragen werden.

Der Plan: Derzeit sind in der Rettungswache Osterburg ein Rettungswagen und ein Mehrzweckwagen stationiert. Letzterer kommt nach Iden, wird dort als Rettungs- und Krankentransportwagen genutzt, vorerst soll die Wache täglich von 8 bis 16 Uhr besetzt sein. Da die Rettungswache nur Provisorium ist, werden die Teams ihren Dienst in Osterburg aufnehmen und beenden. Dort sind Duschen, ein Lager und Co. Dies gelte laut Stoll auch weiter, wenn die Idener Wache ab September rund um die Uhr mit einem Rettungssanitäter und einem Rettungsassistenten besetzt sein wird.

Der Plan war, dass ein privater Investor in Busch eine neue Rettungswache nach DIN-Vorschriften errichtet. Leider können derzeit „aufgrund der Gespräche mit den Kostenträgern (Krankenkassen) aber keine DIN-gerechte Rettungswachen im Landkreis Stendal finanziert werden. Hierzu ist ein großes Delta zwischen Investitionskosten und Refinanzierungsbetrag (Miete pro Quadratmeter) zu klären“. Um trotzdem zunächst die Hilfsfristen verbessern zu können, sollen nun Räumlichkeiten angemietet werden. „Bis eine endgültige, im Zweifel auch gerichtliche, Lösung mit den Krankenkassen gefunden wurde“, so Stoll. Auch in Klietz habe gerade eine Übergangslösung ihren Dienst aufgenommen.

In 95 Prozent aller Fälle sollen Rettungskräfte qua Gesetz binnen zwölf Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein. Doch im Landkreis Stendal wird diese Quote schon länger nicht mehr erreicht. 2017 sei die vorgeschriebene Zeit laut Stoll gar nur in 68 Prozent der Fälle eingehalten worden. Das soll sich ändern. Dabei werden im Rahmen einer Neustrukturierung auch ganz neue Rettungswachen aus der Taufe gehoben. In Bezug auf Iden gehe es vor allem um die Versorgung des Bereiches Werben bis nach Räbel. In Osterburg ist dann künftig nur noch ein Rettungswagen stationiert, „aber die Osterburger werden ja auch von Iden aus mit versorgt“.