Seehausen l In Arbeit ist das Projekt, das Pedalritter auf Kurs halten und für die Region interessieren soll, schon länger. Jetzt kommt Bewegung in die Pläne, für die Einheits- und Verbandsgemeinden zwischen Genthin und Bömenzien sowie Kalbe und Havelberg gemeinsame Sache machen.

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus in der zu Ende gehenden Legislaturperiode berieten die Mitglieder um ihren Vorsitzenden Dirk John über Routen und Knotenpunkte in der Verbandsgemeinde Seehausen, die ein Planungsbüro zu Papier gebracht hatte, nachdem die Vorschläge aus den Kommunen sortiert und vor allem ausgedünnt worden waren.

Ziel ist es am Ende, das jetzige Schilder-Wirrwarr an Radwegen zu beenden und Hinweise für die Ausflügler zu vereinheitlichen. Sicher wird es Hinweise zu Nah- und Fernzielen mit Entfernungs-Angaben geben, aber das Kilometer-Schrubben ist zweitrangig. Mit Ausflugstipps zu Naturbesonderheiten, Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und sonst dergleichen, gilt eher das Motto „Der Weg ist das Ziel“. Das alles erkennbar auf den bekannten regionalen und überregionalen Radwanderwegen, aber auch abseits davon. Es gibt in der Region ja inzwischen zum Beispiel viele ausgebaute Wirtschaftswege, die ebenfalls genutzt werden können, ohne gleich als Radweg gewidmet zu sein. Die neue Auentour durch die Hohe Garbe suchte Dirk John als Anlieger aus Wanzer auf dem Papier vergeblich. Die, so Tourismusfachfrau Brigitte Packebusch aus dem Seehäuser Rathaus, sei vom Verbund Lenzen ja auch bewusst ohne Schilder angelegt und müsse mit dem Smartphone per App erkundet werden.

Apropos App. Diese Art der digitalen Unterstützung sei für die „Knotenpunkt bezogene Radwegzuweisung“ perspektivisch auch geplant. In der ersten Stufe sind aber erst einmal Karten und der Auftritt im Internet geplant.

Die Diskussion um Kurse, die nach einer Überarbeitung der Pläne noch einmal fortgesetzt werden soll, rückte mit der Radlerfähre über den Schulsee bei Aulosen ein früheres, aber nie vollendetes Vorhaben in den Fokus der Ausschussmitglieder. Diese waren sich einig, dass die Abkürzung zwischen Wanzer und Aulosen ein Publikumsmagnet wäre und einen gefährlichen Abschnitt an der L 2 überflüssig machen würde. Mit einem inzwischen wieder aktiveren Heimatverein Aulosen hoffen die Mitglieder, dass auch das Projekt vielleicht etwas Fahrt aufnimmt.