Altmärkische Wische l Nachdem kürzlich eine Rasthütte zwischen Lichterfelde und Neukirchen aufgestellt wurde, folgte kurz darauf eine am ländlichen Weg zwischen Falkenberg und Schönberg. Und damit am zweiten Querweg zwischen der Landesstraße L 2, die von Seehausen über Wendemark bis nach Werben reicht, und der Kreisstraße K 1019, die von Seehausen ebenfalls in Richtung Wendemark führt.

Die Konstruktion von einem überdachten Tisch mit zwei Bänken stammt aus der Krüdener Holzwerkstatt, die für die Verbandsgemeinde Seehausen seit Jahren diverse Außenmöbel zimmert. Der Rastplatz wurde an einer schattigen Stelle an der Brücke über den Tauben Aland eingerichtet. Und damit an einem Punkt, der perspektivisch seine alte strategische Bedeutung wiederbekommen soll, so Wische-Bürgermeister Willi Hamann.

Denn dort, wo die in die Jahre gekommene Bitumenpiste über den Graben führt, beginnt ein Weg, der ein Stück am Landwehrgraben entlang an Schalun vorbei führt, um kurz vor Seehausen auf die K 1019 einzumünden. Dort, wo der Verkehr aus Richtung Falkenberg kommend einer langgezogenen Linkskurve in Richtung Hansestadt folgt. An der Stelle tangiert besagter Weg übrigens noch einmal den Tauben Aland, kurz bevor dieser in seinen großen Bruder einmündet, der bis dahin noch Biese heißt.

Der über die Jahre zugewachsene Weg wurde erst im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens sozusagen wieder entdeckt und von den hiesigen Landwirten inzwischen freigeschnitten. Teil des Verfahrens ist, den Weg langfristig mit Betonspurbahnen zu befestigen, damit die Landwirte ihre Flächen leichter erreichen. Gleichzeitig sollen Traktoren und anderes schwere Gerät dann weniger auf der Kreis- und Landesstraße rollen.

Eine große Abkürzung ist die Strecke auf dem Weg nach oder von Seehausen allerdings nicht. Von Falkenberg lassen sich in die Hansestadt nur ein paar hundert Meter der etwa 3,5 Kilometer langen Fahrt einsparen. Dafür ist die Steckte vor allem für Radfahrer idyllisch und verspricht abseits der Hauptverkehrspisten deutlich mehr Sicherheit.