Osterburg/Walsleben l „Ich fände es richtig klasse, wenn auch mal ein kleineres Dorf zum Zuge käme.“ Nico Schulz hat schon vor der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag auf der Osterburger Facebook-Seite klar Position bezogen. Mehr noch: Der Einheitsgemeinde-Bürgermeister brachte Walsleben selbst als möglichen Austragungsort für das Altmärkische Heimatfest ins Spiel. In Abstimmung mit Orts­chefin Christine Klooß und gegenüber dem Stendaler Landrat Carsten Wulfänger sowie dem Altmärkischen Heimatbund. Nun steht der nächste Schritt bevor. Geben die Mitglieder des Stadtrates am kommenden Donnerstag grünes Licht und spricht sich auch der Walslebener Ortschaftsrat für das Altmärkische Heimatfest aus, erfolgt die offizielle Bewerbung. Die Entscheidung darüber, ob das Dorf den Zuschlag erhält, dürfte zeitnah fallen. Schließlich soll während der diesjährigen Festausgabe, die am 2. und 3. September im westaltmärkischen Jübar über die Bühne geht, bereits der Staffelstab an den nächsten Ausrichter übergeben werden. Dabei könnte es sich eben bereits um Walsleben handeln, da das Altmärkische Heimatfest nur noch alle zwei Jahre veranstaltet wird.

Laut der Beschlussvorlage, über die die Osterburger Stadträte am kommenden Donnerstag diskutieren, erhofft sich die Einheitsgemeinde von der Walslebener Gastgeberrolle eine attraktive Gelegenheit, touristische Werbung für die Hansestadt zu betreiben. Die finanziellen Auswirkungen auf den Geldbeutel der Kommune scheinen dagegen überschaubar. Der Eigenanteil der Einheitsgemeinde soll sich auf 5000 Euro beziffern. Als Mitfinanzierer stünden der Landkreis Stendal (10000 Euro), der Altmarkkreis Salzwedel (5000 Euro) und die Kreissparkasse Stendal (5000 Euro) bereit. Zudem kündigte die Walslebener Ortsbürgermeisterin Christine Klooß an, zu überprüfen, ob womöglich finanzielle Mittel aus dem Budget des Ortschaftsrates in das Fest einfließen könnten. Nicht zuletzt erscheint es denkbar, den ortsansässigen Sportverein Eintracht Walsleben auf die eine oder andere Weise in das Geschehen des Altmärkischen Heimatfestes einzubeziehen. Dafür gebe es einen passenden Anlass: Die Eintracht feiert 2019 ihr 100-jähriges Bestehen.