Rochau/Häsewig l Der Feuerwehr-Nachwuchs aus Rochau sucht Räume für die regelmäßigen Ausbildungstage. Bisher treffen sich die Kinder und Jugendlichen im örtlichen Gerätehaus. Allerdings sei es dort nicht optimal. Es müsste ein Raum sein, den man lerngerecht umbauen kann und am besten mit Schulbänken ausstattet, sagt Jugendwart Ronny Worm. Zudem müssen auch die Brandbekämpfer aus Rochau auf den Raum zurückgreifen. Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister hat bereits einen Ort, den er favorisiert.

Die Rochauer Verantwortlichen sind schon rund zwei Jahre auf der Suche nach einer passenden Unterkunft. „Wir treten auf der Stelle.“ Ronny Worm nutzte am Montagabend die Einwohnerfragestunde während der Sitzung des Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinderates in Rochau, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Rochaus Bürgermeister Dirk Zeidler hat ein größeres Zimmer in der Mehrzweckhalle angeboten. Die Feuerwehr lehnte jedoch mit der Begründung, dass die Karnevalisten diesen Raum während der fünften Jahreszeit oft in Beschlag nehmen würden, ab. Auch der ehemalige Essensbereich im Keller der gegenüber der Halle liegenden ehemaligen Rochauer Schule ist im Gespräch für den Feuerwehr-Nachwuchs. Dieser Bereich sei jedoch zu feucht. Eine andere Option ist in einem benachbarten Dorf der Gemeinde gelegen: In Häsewig steht das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr leer. Auch wenn Ronny Worm noch Bedenken ob der An- und Abreise hat, die dann zu organisieren sei, kann er sich mit dem Gerätehaus im Nachbarort anfreuenden.

Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau kennt die Problematik, schließlich liegen die Wehren in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Häsewiger Feuerwehr, die zwar offiziell noch existiert, aber mangels Mitgliedern nicht mehr in Erscheinung tritt, nutzt die Räume nicht. Für Schernikau wäre das Gerätehaus eine gute und vor allem „eine interessante Variante“, auch wenn „die Prüfung noch nicht abgeschlossen ist“. Interessant, weil eventuell zwei Wehren im Bereich der Nachwuchsarbeit gemeinsame Sache machen könnten: Rochau und Klein Schwechten. Ronny Worm, seit März für die Jugendfeuerwehr in Rochau verantwortlich, kann sich eine Kooperation gut vorstellen, zumal gute Kontakte zu den Kameraden nach Klein Schwechten um Wehrleiter Bernd Falke bestehen. Vielleicht bilden künftig die Nachwuchsriegen beider Orte zusammen eine Einheit. Ein Problem in Häse­wig seien fehlende sanitäre Anlagen. Welche Kosten auf die Verbandsgemeinde bei einer möglichen Nachrüstung mit Toiletten zukommen, werde geklärt.

Die Rochauer haben ein gutes Fundament. Der Jugendfeuerwehr gehören elf Mädchen und Jungen an. Die Kinder-Feuerwehr um Kinderwart Karsten Meyer ist mit neun Mitgliedern ebenfalls gut besetzt. Und auch in Klein Schwechten gibt es Kinder und Jugendliche, die sich für die Feuerwehr interessieren.