Krüden l Auf ein Jahr, das investitionstechnisch einiges bereithielt, kann Aland-Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt zurückblicken. Sämtliche Wünsche und Projekte konnten indes noch nicht abgearbeitet werden, weil nicht alles auf einmal finanzierbar war und weil es corona-bedingt Ausfälle gegeben hat. Aber das schlimmste, was einmal angeschobenen Investitionen droht, dass sie erst 2021 verwirklicht werden können. Wobei er den Gemeinderat und helfende Bürger hinter sich sieht.

Deichstraße folgt 2021

Während die Kommune bei den laufenden Verwaltungsaufgaben so klamm ist, wie die meisten anderen Gemeinden im Land, weil der Finanzausgleich nicht funktioniert, war der Topf für Investitionen vor allem dank Grundstücksverkäufen und Fördermitteln gut gefüllt. Letztere machten sich insbesondere beim Bau der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Aland bei Pollitz bemerkbar, die Anfang des Jahres nach einigen Verzögerungen endlich ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Über das Landesprogramm zur Beseitigung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 flossen am Ende über 1,1 Millionen Euro in den Bau der Betonkonstruktion, die von Touristen und Anliegern gleichermaßen begrüßt wurde.

Aus dem gleichen Zuschuss-topf sollte eigentlich schon mit dem Bau der Deichstraße in Wanzer begonnen werden, nachdem der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz den Alanddeich beim Ertüchtigen für künftige Fluten verlegt und damit Baufreiheit für die neue Fahrbahn geschaffen hatte. Rund eine Dreiviertelmillion Euro stehen dafür zur Verfügung, die nun aber erst 2021 investiert werden. Das Ausschreibungsverfahren läuft bereits.

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Den Kauf eines Transporters für die Gemeindearbeiter und Maßnahmeteilnehmer wurde ins neue Jahr verschoben. Dafür kann die Kommune bei der Haben-Seite zum Beispiel auf Wohnungssanierungen in Aulosen sowie auf Modernisierungen der Mehrzweckgebäude beziehungsweise der Sozialtrakte an den Sportplätzen in Aulosen und Krüden verweisen. Oder auf die Investition unter anderem in die Sanitäranlage für die kleine Turnhalle in Krüden, auf die Gehölzpflege und das Neupflanzen von Bäumen im Gemeindegebiet, auf beräumte Unratecken oder auf die vielen neuen Nistkästen, um nur ein paar Beispiele aus den vergangenen Monaten zu nennen.

Zufrieden blickt Hildebrandt auch auf den künftigen Spiel- und Gemeinschaftsplatz in Wahrenberg, der nicht zuletzt mit Hilfe einer Bufdi-Stelle (Bundesfreiwilligendienst) beräumt und in Zusammenarbeit mit Einwohnern sowie Kindern und Jugendlichen bereits eifrig beplant wurde. Schon jetzt sind die organisatorischen und finanzielle Weichen so gestellt, dass sich da im neuen Jahr außer Sitzgruppe und Einzäunung noch einiges tun wird, um das Gelände für Freizeitaktivitäten attraktiver zu machen.

Wegbau für Brandschutz

Stolz ist das Gemeindeoberhaupt auch auf den Ausbau des unbefestigten Weges von Krüden in Richtung Tannenkrug mit umweltverträglichen Mineralgemisch vor allem im Dienst des Brandschutzes. Offen ist in dem Zusammenhang der erste Abschnitt für die Sanierung des Krüdener Schlossteiches. Für die sogenannte Ausgleich- und Ersatzmaßnahme, muss erst noch eine Firma gefunden werden. Nicht zuletzt hofft der Bürgermeister, dass sich die Nachbargemeinde Zehrental noch durchringen kann, ihren Teil der „Waldautobahn“ ähnlich zu befestigen. Derzeit sind nur rund 60 Prozent des Weges ertüchtigt.